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Schützengesellschaften.
Kanional-Schützengesellschaft.
Diese Schiitzengesellschast ist die zahlreichste von allen, indem sich ihre Mitglieder über denganzen Kanton verbreiten. Die Gesammtzahl betrug am Ende deS JahreS 1850 1500.
Der Zweck derselben scheint in späteren Zeiten der nämliche geblieben zu sein, nämlich durchUebung und Vervollkommnung im Gebrauche der Schützenwaffe sich zur Vertheidigung des Vater-landes geschickter zu machen und durch Zusammenzug aller Schützen in fröhlichen Zusammenkünftensich gegenseitig näher zu befreunden.
Die Gesellschaft ließ früher alle zwei Jahre ein sog. Nummerschießen abhalten, das in der Regelnur einige Tage dauerte und dessen Vorschüsse zur Bildung eines Gescllschaftsfondes bestimmt waren,der aber im I. 1843 nur einige hundert Gulden betragen haben mag. Erst im I. 1846 bei Anlaßeiner Statutenrevisivn ward denselben nach 8 14 eine Bestimmung beigefügt, welche der Gesellschafterlaubte, ihre Schützenfeste in größerm Maße auszudehnen, indem laut dem Inhalte jenes Artikelsin der Regel abwechselnd, das eine Jahr ein Nummerschießen, das andere Jahr ein Ehr- undFreischützen abzuhalten beschlossen wurde.
DaS erste Schützenfest solcher Art ward im gedachten Jahre zu Thalweil abgehalten und dauertevom 12. bis 18. Juli, dessen Gesammtgewinnste, welche durch etwa 500 Aktien gedeckt wurden,16,000 alte Franken betrugen und auf sechs Stich- und eine Kehrscheibe vertheilt waren.
Das Ergebniß dieses ersten größern Schießens scheint für die Gesellschaft sehr Vortheilhast gewesenzu sein, indem der Fond am Ende dieses JahreS schon auf 3463 Frkn. angewachsen war und dieGesellschaft, gestützt auf obigen Artikel, ermuthigte, im I. 1848 ebenfalls zu Thalweil ein zweitesFreischießen im gleichen Betrage, und im I. 1850 ein solches aus dem damals neu eingerichteten
Schützenstande im Sihlhölzli zu Zürich abzuhalten, dessen Betrag etwa 20,000 Frkn. war. DaS
letztere namentlich ward sehr zahlreich besucht und lieferte zu Gunsten der Gesellschaftskasse ein gün-stiges Resultat, indem der Fond ein Aktivvermögen von 8500 Frkn. erreichte. Die Gabengcwinnstewaren einer Kantonal-, fünf Stich- und einer Kehrscheibe zugetheilt, verbunden mit einer angemessenenAnzahl von Stich- und Kehrprämicn, und dauerte vom 14. bis 20. Juli.
Auch bei den seit dem Zeitraume von 1840 bis 1850 stattgefunvenen eidgenössischen Freischießenzu Basel, Glarus und Aarau betheiligte sich die Gesellschaft dadurch, daß sie jedes Mal an dieseFeste sehr schöne und oft werthvolle Ehrengaben verabreichte, deren Kosten meistentheils durch frei-willige Beiträge der Mitglieder gedeckt wurden.
Gesellschaft Wilhelm Teil.
Diese Schützengesellschaft ist nach der Kantonal-Schützengesellschaft eine der zahlreichsten, indemsie beinahe 200 Mitglieder zählt, die sich auf die Umgebung der Stadt und deren Bewohner,
meistentheils aber auf die OrtSgegenden am See vertheilen.
Ihre Gründung fällt in das Jahr 1836 und ihr damaliger Schützenstand war im HirSlander-berg. Da aber derselbe wegen seiner Entfernung und mühsamem Weg den Mitgliedern nach undnach mißfiel, so verlegte sie ihre Schießübungen in den in Wiedikon gelegenen Schützenstand zumSonnenzelt, nach welchem sich eine Zeit lang die Gesellschaft auch wirklich benannte. — Bei dem