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ist nach Hugis Beobachtungen ein vom Westwind auf den Hasli-khalec Hochgebirgen zurückgetriebener Südwind oder Föhn.Der Westwind oder Wester herrscht hier häufig, bringt Regenund Sturm, und wen» er im Kampfe mit dem John siegendeinfällt, vielfältig Hagel, besonders über die Alpen des Pila-tus, von Kerns an das Stauserhoru hin, wo seine Kraft sichzerschneidet. Der Lopper ist ebenfalls eine Art Wcster- oderÄbendwiud, der von Alpnach und über die Reugg an demLopper vorbei auf den Mittelsce hinaustreibt. Der eigentlicheNordwind oder Boreas heißt hier im Allgemeinen die BvS(la bire), zuweilen auch Aarbys, wahrscheinlich weil er üverdie Aare oder den Aargau hieherstrümt. Im Frühling herrschtbesonders auf dem außer» See der Küßnachterbys, zu Osterngleichsam periodisch, daher auch Osterbys genannt. Der Glarner -bys ist für Unterwalden der Ostwind, bringt Trockne und Kälte.Gefücchtetec ist der Gregoriioiud, oder Nordost, der »ach altemKaleuderglauben wirklich 6 Wochen zu dauern pflegt, wenn eram Gregorstag, oder 12. Merz, zu wehen beginnt. Noch finddie Schcotec- oder Winkelwiude und die verloffnen Windebesonders auf den Seen zu merken; jene strömen ganz einsamund plötzlich aus gewissen Winkeln und kleinen Bergthälernhervor, während sonst nirgends Wind herrscht; die letzter»aber treiben, wie spielend, um kleine Vorgebirge herum, undverlaufe» sich eben so schnell, als sie kommen. Die Ursacheliegt in dem besondern Ban der Gebirge und ihrer gegen-seitigen Stellung, di« das Strömen der Luft hemmet oder be-günstigt. Uebrigens ist das Land ziemlich glücklich vor denWinden durch die Gebirge geschützt; so Obwalden durch dieSchwändi und den Pilatus, Nidwalden durch den Bürn^n:beide Theile umstand, daß die südlichen Berge im
Hintergründe die nähern an Höhe übertreffe». Dagegenhalten sie auch um so länger die regnerische Wolkendecke fest;besonders ist der Pilatns ein berüchtigter Wettermacher, weiler gerade als Vermittler des Flachlands »nd des GebirglandSfast alle Stürme, und gerne zuerst um sich sammelt. Wahrist das alte Sprichwort an ihm: „Hat Pilatus einen Hut,steht im Land das Wetter gut; hat er aber eine Kappen,so wird das Wetter gnappen." Die Ungewitter können hierbesonders gefährlich werden, durch das Anschwelle» der Bäche,wodurch schon so manche Uederschwemmung statt fand undgroße Verheerungen anrichtete. Bergströmen einen Dammentgegensetzen ist schwierig, und hin und wieder unmöglich. DieGefahr vermehrend war das unkluge Abholzen ihrer Ufer. Inregnerischen Sommern leidet der Boden sehr durch Erd-schlipfe, Ribenen genannt. Im Jahre 1831 fanden deren inalle» abhängige» Theilen des Landes sehr viele statt. ImHerbste, Winter und auch im Frühling zieht der Nebel vomäußern See her, den Flüssen nach in die Thäler, während aufden Höhen der Gebirge der schönste Sonnenschein herrscht unddie Spitzen derselben wie Inseln aus dem Meere hervorschauen.Der Nebel, der zuweilen haufenweise durch das Grafenort nach Engelberg dringt, wird dort scherzweise der Thalvogtgenannt. In GySwyl, Alpnach , auch in KernS und Ennemooserzeugte der Nebel oft herrschende Wichselfieber, die jetzt aber