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Derfasfuag.
Die Verfassung bom Jahr 1831, wie alle neuernder Schweiz , beruht auf der Souveränetät des Volkes»welche durch seine Stelloertretec ausgeübt wird; auf derGleichheit vor dem Gesetze in allen Dingen; auf der Gleich-heit der politischen Rechte unter allen Bürgern» welche alsojedes Vorrecht des Orts, der Geburt» der Person und derFamilie ausschließt M
Die kakholisch-apostolisch-römische Religion ist die einzige öf-fentliche Religion des Kantons, mit Ausnahme des BezirksMurre», wo die ebangelisch-reformirte Religion die einzigeöffentliche Religion ist, so zwar, daß der Oberamtmann da-selbst sich zu derselben bekennen muß. Gewährleistet sind diepersönliche Freiheit, das Petitionsrecht, der Loskauf der Feu-dalrechte, und die Preßfreiheit, welche aber nachher durchein Gesetz merklich beschrankt worden ist. Die Folter ist ab-geschafft und die französische Sprache die Sprache der Regie-rung , jedoch sollen alle Gesetze, Beschlüsse u. s. w. in deut-scher und französischer Sprache ausgefertiget werden.
Der Kanton ist in 13 Bezirke eingetheilt, und jed?c Be-zirk in Gemeinden. Der große Rath besteht aus 86 Ab-geordneten, zu einem auf 1000 Seelen; der Staatscath oderdie vollziehende und verwaltende Behörde aus 13 Gliedern;das AppellarionS- oder Obergericht aus eben so vielen; einKassations- so wie ein Handelsgericht könne» spater errichtetwerden; jeder Bezirk hat einen Oberamtmann, ein Untergs-richt, mehrere Friedensrichter, ein oder mehrere Waisenämrer,und jede Gemeinde einen Ammann und Gemeinderath, undder Bezirk Mncten einen Kirchenralh, so wie Chorgerichte.
DtkwaltttNss.
An der Spitze der Polizei steht ein Polizeicath und einöentralpolizeidirekror, der Mitglied des Staatsrarhs seyn m u ß»und der zugleich Chef des Landjagerkorps ist, das aus 80Mann besteht und jährlich bei 20,000 Fc. kostet. Jede Orrs-dehörde hat dann eigene Befugnisse, die sich jedoch mit dem.Ganzen sowohl für die Sicherheits- als Kultnspolizei, nichtwidersprechen.
Davon sind jedoch die Geistlichen ausgenommen, waS siegegen die gegenwärtige Ordnung der Dinge aufgebrachtHai, weil sie hofften, das Volk an der Lwelle der ehema-lige» Patrizier und Qligarcheu beherrschen zu können.