Die spanische Halbinsel.
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wie die Casa de Abbala 1 zu Valencia , deren Fatjade maurischeAnklänge hat, Fenster mit überaus schlanken Säulclien und blu-mig ausgeschnittene Bögen ; ein Pallast und Thurm zu Segovia , 2deren Wandilächen (ebenfalls nach dem Princip maurischer Orna-mentik) teppichartig mit flachen Maasswerkmustern bedeckt sind;ein Pallast zu Zamora , 3 an der Plaza de los momos, dessenPortal, rundbogig, in Bogen aus ungemein langen Keilsteinengebildet und der sonst durch prächtige spätestgothisch - inoreske
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Ausstattung, besonders der Fenstereinfassungen, ausgezeichnet ist.
U. s. w.
Zu den Gebäuden dieser Gattung gehört auch, als eigen-thümlich bemerkenswerthes Beispiel, die Börse von Palma , 4 aufder Insel Majorca , ein fester kastellartiger, von luftigen Zinnengekrönter Bau, mit Erkerthürmchen über Wandstreben und stär-keren, höher ragenden polygonischen Zinnenthürmen auf denEcken; Portal und Fenster im prächtigen Flamboyantstyl, derMasse in glücklich dekorativer Wirkung eingefügt; das Ganzevon ritterlich stolzem Charakter. Im Innern eine mächtige Halle,deren Gewölbe von schlanken Pfeilern getragen wird; diese mitgewundenen Kanellirungen (von dorischem Profil), die in derobersten Schwingung in die starken Gurte des Gewölbes über-gehen.
Y *^ a P ll y, moy. äge mon., 144. — 2 Gailliabaud, mon. de l’arch. du V. auAVI. siede etc. (liv. 3). — 8 Villa-Amil, II, liv. 9, pl. 2. - 4 Chapuy, moy.age mon., 183. Laurens, voy. d’art. ä l’ile de Majorque, pl. 30, f.