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4 (1867) Geschichte der neueren Baukunst / von Jacob Burckhardt und Wilhelm Lübke
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I. Uucli. Renaissance in Italien . B. Iiecoration.

in allen Details; nur hat das Ganze zu viele Theile im Ver-hiiltniss zur Grösse, was auch von dem Osterkerzenleuchterdes Bresciano in der Salute zu Venedig gilt. (Anderes s. untenbei Anlass der Goldschmiedekunst.')

Fig. 140. Fiihueuhalter. zu Venedig . (Notil.)

Der allgemein verbreitetemonumentale Prachtsinn wiesdem Erzguss viele Gegen-stände zu, welche sonst ausStein oder Eisen und in weni-ger edeln Formen wären ge-bildet worden.

Die bronzene reichver-zierte Basis einer antikenehernen Statue in den Uffi-zien, wahrscheinlich von De-siderio da Settignano (§. 135). Die Halter für die Fahnen-maste auf dem Marcusplatzzu Venedig , von Alessandro Leopardo (§. 136), vielleichtdie schönste denkbare Lösungder betreffenden Aufgabe.(Fig. 140.)

Die schlanken originell-prächtigen Altartabernakeldes Vecchietta im Dom (1465bis 1472) und in der KircheFontegiusta zu S i e na. Ueberdie etwas frühem Arbeitendes Gio. Turini in Siena (st. 1455) das' Thürcheneiner Balustrade, ein Weih-becken, ein Tabernakel etc.Vasari V, p. 105 ss. imComment. zu v. di Ant.

lollajuolo, (vgl. §. 181).Michelangelos Ciborium fürS. M. degli Angeli zu Rom , zu Vasaris Zeit schon grössten-theils im Guss fertig, scheint nicht mehr vorhanden zu sein.Ueber die Leuchter und den Tabernakel des Girol. Lombardimüssen wir auf Vasari XI, p. 241 und Nota, v. di Garofaloverweisen.

Die ehernen Thürringe und Haken am Pal. del Magnificozu Siena , von Giacomo Cozzarelli (um 1500), der auch schöneConsolen für Engelfiguren im Dom goss; (Milanesi III, p. 28).