Buch 
4 (1867) Geschichte der neueren Baukunst / von Jacob Burckhardt und Wilhelm Lübke
Entstehung
Seite
251
JPEG-Download
 

Kap. IV. Arbeiten in Holz.

251

Etwas später arbeitete daselbst in ähnlichen GegenständenCarlo dAndrea und dessen Solm Giovanni (ibid. p. 68). Kleinebronzene 'Weibbecken in Fontegiusta, vonGiovanni delle Bombarde 1480, und imDom (Sacristei) von Gio. Turini, letzteresemaillirt und auf einen Engel gestützt.

Die Thürklopfer in Bologna sind fast allespätem Ursprunges. (Eig. 141.)

Von den ehernen (und vollends- beiPaul II. silbernen) Kühlvasen, Kohlen-becken und dergleichen Gerätlien, von wel-chen besonders Benvenuto Cellini spricht,ist nichts Erhebliches erhalten. Wo dieam schönsten verzierten Glocken und Ka-nonen sich befinden, ist dem Verfassernicht bekannt.

Bronzegerätli mit eingelegter Arbeit,all azimina. in venezianischen Häusern;

Sansovino , Venezia , fol. 142. Von denzwei ehernen C-isternenmündungen im Hofdes Dogenpalastes (1556 und 1559) kannbesonders die eine mit üppigem figürlichem Schmuck viel-leicht eine nahe Idee von Bevenutos untergegangenen Arbeitengeben.

Fig. 141. Thürklopfer vonDologna. (Nohl.)

IV. Kapitel.

Arbeiten in Holz.

§- 150 .

Abnahme der Bemalung seit dem XIV. Jahrhundert.

Die Verzierung hölzerner Wandbekleidungen, Sitze und Ge-räthe hatte im Mittelalter hauptsächlich in Bemalung und Ver-goldung bestanden. Ein höherer decorativer Styl konnte erstbeginnen, als sich auch die Holzarbeit rein auf die plastischeForm und daneben auf das Einlegen von Zeichnungen mit Höl-zern verschiedener Farbe (Intarsia) verliess.

Wenn selbst die Märmorsculptur der pisanisclien Schulenoch bisweilen polychromatisch war, so darf es nicht befremden,