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Grundriss der Chemie : zum Gebrauch seiner Vorlesungen entworfen von K. W. G. Kastner
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80
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S- IO.

Bei jeder Kryßallbildung behauptet die Befoinlem-lieit der Malle (die beltimmte Form — hryftallijufchcStruktur —' anzunelimen beginnt) dicke ihre Eefon-

dern-

nannten unbeftimmtbaren Kryfialllfationen, wobei ficli oft»mala krumme Flächen gehalten, und fo iinfenförmige, wal-zenförmige Kryfialle und zum Tiieil auch adeln bilden.Oftmals beßimmeu aber aucli fremdartige Körper, mit de*lien die Kryftallifirendo Flüffigkeit beim Anfchiefsen in Be*rührjing war, Modificatioueh der Formung, z. B. bei In-hruliationen, Tuls, Sinter (kryftallinifche Abfetzungen anfremdartige berührende Körper, z. B. fehen gebildete ältereSteine, Pflanzen, WaiTerröhrcn u. f. w.) und Pfeudomor-phofeu (Truggeftalten) die durch Anfetzung und Durchdrin-gung fremdartiger Körper von liryftallilirender Flüffigkeit,init verbliebener Geltaltung, (während der Körper felbfi zer-

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ftört wurde) entfunden find. Blieb hingegen der kryftalii-nifch durchdrungene Körper unzerftört, fo nennt man diefe Artder Truggeftalten Veifteinerungen und Mctallifirungon, z.B.yerfteir.ertes Holz, tnetallilirte Ammoniten, Afterkryftalle,wozu auch in Ilinikht der Geßaltung die hünflüchen mit-telft falzigen Subfianzeu bewirkten Inkrufiationep zu zählenfind. Auch verdienen liiezu die Stalaktiten, und Geode s(Ifohlrinden, Hoblfteine, Holilenwände - Auskleidungendurch Abratz ein gedrungener kryftallifirungsfäbiger llü/Iig-koiten) gerechnet zu werden, wobei befonders die Tropfen-geftalt des ehemals fie gelöfi habenden Flüfligen (bei der Ab-tröpflnng und Verdunfiung einzelner Tropfen) als folclie aufdas werdende kryfiallinifche Gebilde bei detTen Formungmitwirkt. ■— Den Durchgang der Blätter verfolgt man mit-telft Kloven, oder bei viel Kryftaiieis haltenden Kiyfhlknroittelft des Feuers. ; '

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