Man bewirkt Auszieliungen der Art auf verfchiedenaWeife und belegt die Anwendungen diefer Operationen —■fcnr Unterlclicidung — mit verfchiedenen Kamen. DabingeltOren das Einweichen ohne Temperaturerhöhung von auf-fen, oder das M^aceriren (Jllaceratio); diefelbe Operationbei mäßiger Wärme : das Digeriren '(Digejiio). Ilegiefst mandie auszuziehende Subftanz in verfehle!) enon Gefäfsen miteiner fcum Sieden erhitzten Flßfßgkeit (um die bei anhalten*dern Rochen eintretende Verflüchtigung einiger ausgezogenenTiieile zu vermeiden) , fo nennt man diefes: das Infundirenund das Produkt: den Aufrufs Qlnfüjuni)'; wird hingegendie a'uSzuziehende Subftanz mit der aliiitUhmenden FlüIIig-heit anhaltend gekocht, fo heilst diefes das Abkochen(Decbctio) und das erhaltene Prödukt: eine Abkochung(Dekokt — Decoctum, Apozema). Wendet man ftatt derliquiden (tropfbaren) eine bis zum Dainpfzufiar.de erhitzteFliiiligheit (z. B. TVajJer) an, fo dafs der Dampf in vei-fchloffcnen Gefäfsen das zerkleinerte Rigide durclidringt,den in ihm auflöslichen Theii aufnimmt', und dann beimErkalten als tropfbare Löfung oder Auflüfung erfcheint, fonennt man eine folche Operation: die Dampflöfuvg oderDampf auf löfung (Solutio f. DiJJolutio vaporofa'), undUnternimmt fie bei, Metall nicht angreifenden Flüfligkeiten,in der fogenannten papinianif.hen Mafchine (•Machina f.Digefior Fapinii) , die in neueren Zeiten durch Juch undvan RJarum eine felir zweckmäfsige, Gefahr der Zerfpren-gung verhütende Einrichtung erhallen hat. Sehr oft wirdauf diefem Wege die ganze rigide Subftanz, von der, in demVerfchloflenen Gofäfse (als folchem) weit flärker, als beimOffenfeyn, erhitzten Flftffigem aufgenommen. (Anwend,zur Bereit, d. Knochengallerte, des Bleichens und Wafchen»der Zeuge u. f. w. nach Chaptal, Schäfers Wafchma-fehino).
(Uober die Papinianifche Mafchine fieho: v. Crell's neue-fie Entdeck. Th. I, S. 88, — Scherers allg. Journ. d,
Ckem.