Buch 
Grundriss der Chemie : zum Gebrauch seiner Vorlesungen entworfen von K. W. G. Kastner
Entstehung
Seite
131
JPEG-Download
 

*) Körper von einerlei Umfange verhalten fielt in ih-rem eigenthümiiehen Gewichte, wie ihre abfolutenGewichte,

2) Halen zwei Körper einerlei fpeciffches Gewicht,fo verhalten fielt ihre abfoluten Gewichte , wie dieRäume , welche ße einnehmen,

3) Körper von ungleichem Umfange und ungleichemabfoluten Gewichte verhalten fch in ihrem fpeci-fxjchcn Gewichte, wie die Quotienten des abfoluten

Gewichts durch die Umfänge.

Man erhält alfo den Begriff des Jpecißfchen Gewichts,Wenn inan die abfoluten Gewichte im Verhältnifs mitdem Raume betrachtet, den der zu beftimmende Kör-'per einnimmt. Diel'es gefchieht einmal, indem mandie zu beftiinmenden Körper, bei gleicher Temperatur,von gleichem Volum auf einer gewöhnlichen, abermögliclift genauen Wage wiegt — z. B. ein cubifchesStück Blei und eine TVafermenge von gleichem Volum,gewogen in einem Eimer, worin der Bleiwürfel genaupafst — die erhaltenen abfoluten Gewichte beider ver-gleicht, und fo — durch das gleichgefetzte Volum mitdev liaumseinnahme verglichen — die Differenz derGewichte beider Körper in Zahlen ausgedrückt, dasgogenfeitige cpiantitative Mallen- oder Dichtigkeitsrer-^‘dinifs feftfetzt. Da es bei der praktifchen Anwen-dung diefes Verfahrens, vorzüglich bei Subftanzenvon verfchiedenen Znftänden (z. B. Waffer und Metalle),u den meiften Fällen unmöglich ift, den zu beftim-menden Körpern völlig gleiche Volumina zu geben,

1 2 und