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Grundriss der Chemie : zum Gebrauch seiner Vorlesungen entworfen von K. W. G. Kastner
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IN J—

fofern das liquide und dampfförmige Waffer ftets glei-che Grade der Maffenbehauptung ausdrückt, -wird esbei jener Zurückdrängung den Maffenbehauptung aufeinen Th eil deffelben, nothwendig immer daffelbequantitative Verhältnifs des differenten Waflers, desOxygens und Hydrogens zeugen miifsen, vorausge-fetzt, dafs beide mit gleicher Energie ihren Karakterdar ft eilen, denn im entgegengefetzten Falle kann fehrleicht die ganze Waffermafl'e in Oxygenoder Hydro-gen verändert werden. — Diefem Differenziijrungs-Procefle des Waflers find alle übrigen Hervorrufungender chemitchen Heterogeneität anderer Subftanzen ana-log , nur übernimmt gewöhnlich das bereits heterogengewordene Walfer theils jene Aufforderung, theils dieEinbildung feiner eignen Wefenheit, wobei jedoch inden meiften Fällen diefelbe innere Theilung, wie beim

Waller,

behauptend antreffen. Der Sauerftoff hingegen drücktfclion durch den höheren Grad der Dichtigkeit, und be-londers durch fein Verhältnifs gegen die übrigen Erdindi-vidtion, den dem Organifchen relativ eiitgegcnfteliendenKarakter des Anorganis’m aus, und eben dudurch erregter z. B. in dem PiefpirationsprocelTe der Animalien undVegetabilien, indem er zu überwinden und zu unterdrü-cken droht, die müglichfte Concentration und Erweckungdes organifchen Lebens, welches, als folches, lieh durchhohen Grad von Selbfterhaltung und Selbfifchützung ka-rakterifirt, jEin ähnliches Verhältnifs behauptet derfelb*im Blute, gegen die Nerven, im Gäbrungspro ce ff e u. f, w.und ift daher der wahre Erwecker des organifchen hohereaLebens, S- $, n. u. 12.