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4 (1861) Die terniteschen Wandgemälde von Herculaneum und Pompeji / erklärt von F. G. Welcker
Entstehung
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I

Vorrede.

Das Unternehmen die Erläuterungen zu den von Terniteherausgegebenen Pompejischen Wandgemälden von neuem,ohne Bilder, abdrucken zu lassen ist so eigner Art dasses bei Vielen grosser Entschuldigung bedürfen wird. DasWerk selbst hat das grosse Verdienst dass es in dem ei-nem jeden der elf Hefte vorangestellten Blatt in Farben-druck ein noch nirgends überlroffnes Muster vollkommensterAbbildung ausgewahlter antiker Wandgemälde darbietet,durch welche der Anblick der Originale nahezu ersetztwird, und dass es auch in den bloss gezeichneten Umrissenmit theilweise in der Zeichnung ausgeführten Köpfen derFiguren uns eine treuere und lebendigere Vorstellung vonden im Bourbonischen Museum zu Neapel vereinigten Bilderndieser Art giebt als irgend ein andres. Der diesen mei-sterhaften Nachbildungen in drei Sprachen beigefügteText aber wird nur von Wenigen gelesen werden, da beidem riesigen Format des Prachtwerks die Vorrichtungen umlesen zu können nicht überall leicht zu treffen seyn undauch bei den besten die wenigsten Augen zureichen wer-den. Daher mag zunächst denen welche diese Abbildun-gen zu sehen Gelegenheit haben und ihnen die gebührendeAufmerksamkeit zu widmen Lust* verspüren, diess handlicheBüchlein dargeboten seyn. Auch denen welchen die alt-berühmten Antichitä dErpolano oder deren Nachzeich-nungen in dem v. Murrschen ins Enge gebrachten Werkoder die Bände des Museo Borbonico zur Hand sind, wer-den diese vermittelst der vorangestellten Tabelle die feh-lenden Abbildungen ersetzen, indem weit die meisten derneu herausgegebenen Gemälde in dem einen oder dem an-dern Werk der Italiener oder in beiden schon gestochensind. Viele finden sich a'uch in den Schriften von WilliamGell und Andern. Dann aber sind auch für die welcheeine ausgedehntere Kenntniss von antiken Kunstwerkenbesitzen oder danach streben, auch blosse Beschreibungen,