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4 (1861) Die terniteschen Wandgemälde von Herculaneum und Pompeji / erklärt von F. G. Welcker
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193
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Quellorakel.

Taf. I.

Ueber diess schöne Gemälde aus Herculaneum ') ist indem Bericht über die Terniteschen Bilder im sechsten Bandevon Göthes Kunst und Alterthum (1827) folgender Aus-spruch, ohne Zweifel von Heinrich Meyer, ergangen.

„Unter den gemalten Stücken zog uns besonders einBild mit drei weiblichen Figuren an: zwei derselben ein-ander gegenüber sitzend, die dritte zwischen inne stehendund angelehnt, alle wohlgestaltet und geschmackvoll dra-pirt. Der ruhige Sinn welcher aus dem Zusammenseynder drei Frauen uns anspricht, Hesse sich nur als ein Ge-fühl des dolcissimo far niente einigermassen ausdrücken,oder wenn man es höher nehmen dürfte, würden wir sagen,sie behaben sich so ernst als gelassen, so ruhig und lei-denlos wie die Epikurischen Götter, deren Nachbild undGleichniss sie zu seyn scheinen“.

Wenn diese Auffassung verfehlt ist, so verdient alleAufmerksamkeit diese weiter hin folgende Bemerkung.„Die in Gouachefarben gemalten Copieen des Herrn Ter-nite gewähren eine deutliche Anschauung der merkwür-digen Farbenharmonie der antiken Gemälde. Es ist keindurch Ueberzug (Lasur) über das ganze verbreiteter Ton,etwa gelb, oder allgemeines Dämpfen der lebhaften Farben,wie solches von guten Meistern der neuen Z^it geübt

1) Pitlure d’Ercot. T. II tav. II, wo der Herausgeber denkt an Ve-nus, im Gespräch in einem schönen Porticus mit Juno und Pallas.Dafür selzte v. Murr in der Deutschen Ausgabe Psyche, von derVenus ihren Mägden, der Sorge und Traurigkeit übergeben.

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