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Bacchus.
kommt. Was den Bacchus betrifft, so kann man, wie einerder Neapolitanischen Erklärer bemerkt '), fast sagen dasskein einziges Haus in Pompeji ist in dessen Gemälden nichtetwas an den Cult dieses Gottes erinnert, während sehrviele Häuser ganz mit Bacchischen Mythen angefüllt sind.So kommt denn auch die Figur des Gottes selbst einzelnmehrmals und mit einiger Verschiedenheit des Charak-ters vor.
In dem vorliegenden Gemälde, das früher schon her-ausgegeben war 2 ), aber seinem Kunstwerthe nach zuerst indieser Abbildung, wie im Allgemeinen alle die in gegen-wärtigem Werke wiederholt erscheinen, gehörig geschätztwerden kann, ist Bacchus in ruhender Stellung, mit demlinken Arm auf einen Pfeiler (nicht Altar) gestützt, hält jedochmit der rechten Hand ein Trinkgefäss in die Höhe, was alseine augenblickliche, an sich völlig bedeutungslose Bewegungden Ausdruck der Ruhe beschränkt und etwas Leben in denStillstand selbst bringt. Der rechte Arm mit dem Becherin der Hand herabhängend würde sehr ungefällig wirken.Um sich zu überzeugten dass diese Haltung des Bechersnicht allein aus der Absicht eine schöne Bewegung des Ar-mes zu zeigen hervorgehe und frei von Alfectation sei, mussman den in demselben Zimmer in Herculaneum gefundnenApollo vergleichen, der in den Pitture d’Ercolano unmit-telbar vorhergeht und im ersten Ternitischen Heft Taf. 2abgebildet ist v Dieser der nach der ganzen Figur und derauf einen ähnlichen Pfeiler gestützten Stellung nach genauals Gegenstück zu dem Bacchus gedacht ist, hält die Lautein Ruhe und sinnt, aber einige Finger spielen wie unbe-wusst und für den einen Augenblick in den Saiten. DerBecher ist von dem Bacchus des weinreichen und üppigenCampaniens, gleichsam als sein Instrument, fast unzertrenn-
2) Pitture d’Ercolano T. III tav. 2. Mus. Borbon. T. XItav. 52. Die Höhe der Figur ist 2V$ Röm. Palm.
1) Museo Borbouico T. V tav. 50.