Tänzerinnen.
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sich nicht einliess, sondern mit den verschiedenen zur Ab-wechslung der Erscheinungen in die Hand genommenenGegenständen nur ein leichtes Spiel trieb. Darum konnteauch diese Kunst von der verführerischen Lady Hamilton (übelen Andenkens) in Neapel erneuert werden. Diese kör-perliche Kunst leichter anmuthiger Beweglichkeit hat sichdurchaus malerisch ausgebildet und einen neuen fruchtbaren 1Gegenstand für die Malerei abgegeben. Der Unterschieddes modernen Kunsttanzes, in so fern er von der Naturund dem Kunstschönen sich entfernt und grossentheils inKunststücken einen durchaus unkünstlerischen und ge-schmacklosen Charakter annimmt, lehrt uns durch die Ver-gleichung und den Gegensatz die anmuthige Natürlichkeitnoch lebhafter schätzen ,7 ). Von den Griechen ist dieSitte dieser Vergnügung der Tafelnden und der Trinkgelagezu den Römern übergegangen. Der ruhigere, gelindereCharakter des Tanzes, den Tänzerinnen im Ganzen einge-halten sehn, war in der Art desselben ursprünglich be-gründet: der entgegengesetzte, das Ausarten eines anmu-thigen, reizenden Schauspiels in die wilde Bewegung einerStaunen erregenden Kunstspringerei hätte mit dem Mahlund mit dem Raum sich nicht wohl vertragen *). Sehrnatürlich dass man mit Bildern von Tänzerinnen vorzugs-weise die Wände der Triclinien schmückte, und hierkonnten viele vereinigt werden während sie gewöhnlich
17) Queste antiche ballerine ci fanno fede non solo dell’ eccel-lenza dell’ arte della dipintura, ma anche dell’ arte del balio, sagtauch einer der Erklärer des Bourbonischen Museums VII,36 mit leb-haftem Eifer gegen die Verkehrtheiten des jetzigen Theatertanzes.Derselbe erklärt VII, 33. XII, 34 sehr einseitig die so viel grössereVollkommenheit der Tanzkunst bei den Alten aus dem Luxus derRömer bei allen Gastmälern Tänzerinnen zuzuziehen.
*) Tänzerinnen bei der kaiserlichen Tafel in Warschau im Oc-tober 1850 wurden in den Zeitungen erwähnt.