Narcissus an der Quelle.
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zu der stolzen und hartfen Unempfindlichkeit verleitet, istauf das Lieblichste versinnbildet durch das Selbstbespiegelnwozu die klare Quelle dienen muss, da der Ländlichkeitandre Spiegel nicht zukommen. Ovid , der die Geschichtein einer ihrer Einfalt angemessenen, aus Kindlichkeit undWitz und Zierlichkeit gemischten Weise, die jetzt bei allerHöhe der Kunst und der Nachahmung kein Dichter irgendeiner Sprache erreichen kannte, erzählt 7 ), knüpft sie an denTiresias an, der den Ausspruch thut, lang werde Narcissus leben wenn er sich nicht selbst sähe 8 ), und verschlingt an-dererseits mit ihr eine reizende physiologische Schilderungder Nymphe Echo, welche Narcissus, nachdem ihn vieleJünglinge und Mädchen begehrt, er mit vielen Nymphenund Jünglingen gespielt hatte, dahin brachte sich in denWiederhall aufzulösen, bis endlich Einer zum, Himmel flehtedass er so lieben und so des Geliebten nicht theilhaft wer-den möge wie er, Nemesis aber diesen erhörte und er nunum „eine Hoffnung ohne Körper“, ein Schattenbild, seineignes, sich verzehrt und nichts von ihm übrig bleibt alsdie Blume. So leicht ynd anmuthig, so tändelnd und dochmit so vielen Anklängen an Natur und Leben die Griechi-schen Fabeln unter einander zu verschlingen, haben nurdie Pierin Del Vaga und Genossen noch einmal vermocht,die auf ähnlichen Standpunkten der Fabel gegenüber undin nahverwandter Begeisterung und Genialität erfandenund an Wänden und Decken ausführten.
Dem Pausanias (IX, 31, 6) zeigten die Thespier bei
7) Metam III, 339—510.
8) Daher bedeutet io Artemidors Traumbuch II, 7 sich im Was-ser sehen den Tod. Ovids si se non viderit deuten die Vatic. My-thographen I, 185, II, 180: si pulchritudinis suae nullam habuissetnotitiam, si pnlchritudini suae non adeo conßderit. Die Nymphen sin-gen dem Narcissus wie er in das Wasser schaut: noiXoi os ftseqoovcsviay cavxbv (filfis, dich werden Viele hassen wenn du selbst dichliebst. Suid. v. noiXoi ai, Apostol XVI, 44.