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Narcissus an der Quelle.
einem Sdiilfrohrsumpf die Quelle bei welcher Narkissos,indem er seinen Schatten in ihr anblickte, aus Liebe ge-storben sey. Sie hatten auch eine andre Erzählung, wonachNarkissos eine Zwillingsschwester hatte, ihm in Gestaltund Haar, auch im Anzug ähnlich und seine Jagdbegleite-rin, in die er sich verliebte. Da sie ihm starb, gieng erzum Brunnen um in seinem eignen Bilde das ihrige zuschauen und gab sich so sehr seiner Liebe hin, dass erauch selbst verschied. Diese natürliche Erklärung, wel-che von dem rührenden Jüngling den Flecken selbst-süchtiger Eitelkeit und Herzlosigkeit abnimmt, und ihn zueinem sentimentalen Schwächling in der Treue macht, ge-fällt dem Reisenden so gut dass er hinzufügt, die Nar-cisse sey ja auch schon früher gewesen, indem nachdem Hymnus des weit früheren Pamphoos Persephone beimPflücken der Narcissen geraubt worden sey. Aus ihremNamen und der Betäubung ihres Geruchs folgte dass siezum Erstarren der Natur und zum Tod in Beziehung ge-setzt ö ), der Demeter und der Persephone, den Erinnyen zumKranz geeignet und sonst als Todesblume gebraucht wurde.Die Thespier machten die Narkissossage, wenn sie nichtbei ihnen erfunden war, bei sich einheimisch weil sie einenbesondern uralten Dienst des Eros hatten, auf den sie inspäterer Zeit die allgemein Hellenische Vorstellung des Eros bezogen, daher auch Thespiä durch nichts so berühmt warals durch den Eros, die Aphrodite und Phryne von Praxi-
9) Cornut, N. D. c. 35 p. 2t6 ed. Osann, olov dtavagxav tov;anoSvrjtixovra;. Plin. XXI, 19 a narce (ydgxrj) narcissvm dictum, nona fabuloso puero. Plutarch . Sy mp. 3, 1. xal rix vdgxujaov w; &[*-ßXvvovra ta vevga xai ßagvrara; ifinotovyra yagxtudet; • <fto xal oSotpoxXjj; airtov agyaloy fuydXtov 9-iiSy (MfydXaiy fhaiy Oed. Col. 682)<rtt<f:äv(i)(ia, Tovrtan zäiy y&oyimy, nQoatfyögtvxt. Eustath. ad li. 1 p.174 v&gxusaos ’Egtyyva * orfifdvtofia • vdgxHsaog ydg ix tov yagxaynuqriyHitti xai tov vagxäy ’Egtvvveg Tot? xaxovgyotg nagainot.