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4 (1861) Die terniteschen Wandgemälde von Herculaneum und Pompeji / erklärt von F. G. Welcker
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Narcissus an der Quelle.

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leies, den Eros von Lysipp ,0 ). Dem Eros feierten sie auchein glänzendes pentaeterisches Fest auf dem nahenHelikon.Bei der Böotischen Stadt Graia war nach Strabon (IX p. 404 a)ein Grab des Narcissus, dem man nur schweigend sichnahen durfte, mit dem Sinn vermuthlich dass man über dieHartherzigkeit des Narcissus nachdenken solle, wie derglei-chen bedeutsame Volksgebräuche auch sonst Vorkommen,z. B. in Tanagra , wo den Hain des Eunostos kein Mäd-chen betreten durfte, weil gegen ihn als einen tugendhaf-ten Jüngling ein Mädchen gefrevelt hatte * 11 ).

Mit Gefühl für die Einfalt der Sage wie für die Einfachheitund Reinheit achter Hellenischer Kunst haben ältere Maler denNarcissus aufgefasst, durch deren Werke die von Pompeji zutrefflichen Nachbildungen und zu mancherlei Variationen an-geregt worden sind. Vornehmlich sind die Stufen der un-glücklichen Leidenschaft in den auf uns gekommnen Bildernunterschieden. Da sitzt Narcilasus ruhig versunken in sich,nachdem er sein Bild in dem Brunnen zuvor angeschauthat, wie auf unsrer Taf. XXVI 12 ) und in drei andern Ge-mälden * 5 ). Dann ist er ganz im Entzücken und im Genuss

10) Pausan. IX, 27, 3. 4. Dicaearch, p. 143 ed. Max. Fuhr. cf.p. 335 ss. tti yuQ Biomai qiionfiiav [iovov fyovatv xai ävtfgidvra;ivnmoKjftivovg, wie zu lesen seyn möchte.

11) Plutarch . Quaest. Gr. 40.

12) Auch Mus.Borbon.il tar. 18. Dieselbe Composition Pitt. dEr-col. V,27, wo nur der Brunnen mit dem Bild fehlt, wesshalb die Er-klärer an Eephalos, Adonis oder Endymion denken. Der Pfeilerworauf das Wassergefäss steht, als ein zwar nicht sehr sinnreichesdoch nicht ganz bedeutungsloses Beiwerk, ist nur niedriger, der alteBaum (wie man sie auch jetzt bei Brunnen oder einem Heiligenbildin Griechenland nicht selten von grosser Schönheit antrifft) belaubterund die Spitze des Jagdspiesses nicht nach unten, sondern nach obengekehrt.

13) das eine Pitt. dErcol. V, 29, auch im Mus. Borbon. XII, 7,wo das Bild im Brunnen deutlicher ist, aus Pompeji ; das andrePitt. dErcol. V, 30, auch aus Pompeji .