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4 (1861) Die terniteschen Wandgemälde von Herculaneum und Pompeji / erklärt von F. G. Welcker
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Narcissus an der Quelle.

rnälde ist nach Ovid entworfen und drückt den früherenZeitpunkt aus wo Amor die Liebe des Narcissus schürt.Echo schaut von einer Felsenhöhe, dem allein ihr angemes-senen Sitz, lauschend, nach dem aufgerichteten rechtenZeigenfinger, auf den in sich Versunkenen herab und ne-ben ihm, jenem bösen Amor gegenüber, steht an einem mitGebüsch überwachsenen Pfeiler die Nemesis. Diese ist nurdurch eine stattliche matronale Gestalt und ernste Haltungangedeutet, da die Malerei von Attributen und schärfererCharakterisirung sich frei zu machen strebt. Auf der Win-ckelmannischen Gemme dagegen (Taf. 24), wo Amor überdem Brunnen stehend antreibt, ist die Rhamnusische Göttinmit ihren Attributen versehen: denn diese die hier als Ne-mesis so ganz an ihrer Stelle ist, und nicht Diana ist hiergemeint. Eigenthümlich und ein wenig bizarr drückt derMaler den Brunnen, wie in andern Fällen nicht unüblich,durch ein Wassergefäss aus, um damit den Witz zu ver-Binden dass Amor das Wasser zugiesst aus welchem ver-mittelst des Spiegelbildes diese Liebe entspringen soll, alsoihren Ursprung im Gewahrwerden des eignen Bildes, an-zudeuten , wie ös auch einige Erzähler als ein zufälligesdarstellen, durch welchen Zusatz oder Nebenzug deseinst,, *der eigentliche Sinn gefälscht oder gefährdet wird 19 ). Da-

diese Nymphe für die Najade welche dem Narcissus per torluosigiri das Wasser zufliessen lasse. Aber die Stelle der Nymphe desNarcissusbruonens versieht hier Amor und die Entfernung derNymphe von ihrer Quelle, die am Faganschen Puteal wie bei Kalli-stratos mit der Nymphe verbunden ist, eine Urne für sie ohne Aus-fluss wären unpassend. Dann sollen nach Finati die Amorine beidebedeuten dass ihm, der sie so höchlich beleidigt hatte, die Strafebereit sey. Und diesen concetto der lediglich sein eigner ist, be-wundert er als bellissimo sopra di ogni allro. Beechi denkt, dievermeintliche Nymphe der Quelle selbst sey come presente alla Ven-detta desiderata. Aber die Quelle worin sich Narcissus beschaut,muss von den Nymphen die ihn lieben, abgesondert werden.

19) So Kallistralos Not. 17. Eustaihius zu II. II, 498 p. 201, 15