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4 (1861) Die terniteschen Wandgemälde von Herculaneum und Pompeji / erklärt von F. G. Welcker
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Narcissus an der Quelle.

Persephone nicht durch Veilchen sondern durch die Narcisse ge-täuscht entführt worden. Und allerdings bringt auch im HomerischenHymnus V. 8 die Erde die Narcisse zum Betrug für die Korehervor, nach welcher greifend sie entführt wird: Veilchen, Rosenund Krokos sind unschuldig daran. Aber es ist nach der Eigenheitder älteren Mylhenpoesie nur ein änigmatisches Spiel, die Bedeut-samkeit der Namen eher zu verstecken, als herrorzuheben undhier liegt in der schönen Blume zugleich etwas Euphemistisches,indem Kore io das Reich der Erstarrung übergeht. Täuschung liegtdurchaus nicht zugleich auch in dem Wort Narkissos ; aber wäre es,so würde nicht folgen dass diess auch bei dem Thespischen Jüng-ling anzuweuden sey, der ihr vielmehr hinsichtlich seiner Erstar-rung und Betäubung gleicht. Da soll ferner Narcissus der Thes-pier aus den Mysterien der Böotischen und Attischen Demeterstammen, obwohl in Thespiä von solchen und einer mystischenNarcisse durchaus nichts verlautet. Da soll der Name des Narkissoserst spät Vorkommen weil er als ein mystischer nicht hatte ausge-sprochen werden dürfen. Seine Mutter Leiriope soll auf das Süsse,Sanfte, die Lust gehn, die fliessenden Genüsse in denen das wesen-lose menschliche Leben traurig zerrinnt; der Name Aminias aberauf den Spruch der Mysten deuten: t<pvyov xaxiv, ivqox äfitivov.[Die Creuzersche Erkl. aus dem Zend hergeleitet s. Windischmannüber Mithra 1857 S. 76 f.] Die Ableitung des Narcissus aus demIndischen durfte auch nicht fehlen (s. Lasaulx über den LinosS. 7 ff.) Seine eigne Ansicht fand Creuzer (Plotin. T. HI p. 57,p. XLII ist die Erklärung Schönheit) auch bei Jo. SarisberiensisPolicratico VIII, 5 und im Gedichte des Antar, nach TholuckSsufismus S. 118 ff. Zum Dämon der ewigen Ruhe und des Todes wollteWieseler den Narkissos machen nach einer der wenigstens dreiwirklichen Bedeutungen der Blume, die aber bei ihm gerade nichtanzuwenden ist. Dass ein Plotin und mit ihm Paläphal (9), auchdie Ficine und Natalis ihre Gedanken, wie der Kukuk sein Ei infremde Nester, in fertige alte und beliebte Volkssagen legten, warihrer Zeit wohl angemessen: dem allzueifrigen Sternseher aber,der über den Stein in seinem Wege stolpert, gleichen die welcheheutiges Tags den Blick uuabgewandt auf die Wolken ihrer Myste-rien und Einfälle gerichtet, eben so gut wie jener Astronom auf dieNase fallen indem sie die thatsächlichen, nicht minder handgreiflichim Wege liegenden Umstände übersehen. Zusatt. Wieseler scheint