Luna und Endymion 1 ).
Taf. XXVII.
Diess schöne Herculanische Gemälde hat mit den beidenvorhergehenden gemein dass der Gegenstand auf Vasennoch nicht vorkommt, sondern neuerer Erfindung angehört.Den malerischen mit dem plastischen Styl zu vergleichen,giebt eigentlich nur das vorliegende Gelegenheit, da derNarcissus des Puteais, wie die spätere Sculptur überhauptnicht selten, ganz in das Malerische übergeht. Der Erfin-der aber des gemalten Endymion steht hoch genug um ihnmit den in ihrer Art unübertrefflichen ergreifenden und rüh-renden Endymionsreliefen zusammenzuhalten 2 ). Der schöneJüngling ist eben in tieferen Schlaf gefallen. Die Jagd-spiesse wollen seiner Rechten entgleiten 3 ), die linke Handhängt wie bezwungen vom Schlaf, dem gliederlösenden,herab. Luna hat das Haupt von einem Lichtring umgeben,
1) Pilt. d’Ercol. III tav. 3 Mus. Borbon. XIV tav. 40. ZahnOrnam. I Taf. 28, wo die fest aufliegende linke Hand und das rechteHändchen des ziehenden Amor verfehlt ist. Der Peplos der Lunaist nach den Pitt. d'Ercol. di color rosso cangiante, der desEndymion roth. Zahn sah die Gewandung der Luna verte et hrun edans les parties repliees au dedans, les cheveux blaues.Offenbar irrig ist in den Pitt. d’Ercol. in dem Baum nah am Hauptedes Schäfers ein ganz kleiner Halbmond gesetzt, welcher auch Not.11 behauptet wird.
2) Ueber diese und überhaupt die den Endymion angehendenBildwerke s. 0. Jahns Archäol. Beitr. S. 51—73.
3) Lucian D. D. XI, 2 mit Rücksicht auf solche Getflalde: r<;
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