Achilles und Helena 1 ).
Taf. XXIX.
Diese den beiden hier abgebildeten herrlichen Figurengegebenen Namen werden diejenigen befremden die mit demFabelkreis der alten Kunstdarstellungen vertrauter sind, dadie Scene sonst noch niemals in irgend einem Monumentnachgewiesen worden ist. Und doch ist sie in einer sehrguten Quelle, dem verlornen Epos Kypria nachweislich, indessen Auszug von Proklos und andern durch die Litteraturzerstreuten Spuren in neuerer Zeit eine Reihe von Gegen-ständen der alten Kunst, zum Theil behandelt in uner-schöpflicher Manigfaltigkeit, ihre Erklärung gefunden haben;es scheint diess Gedicht für die Künstler sogar eine derreichhaltigsten Fundgruben gewesen zu seyn.
Protesilaos ist in der Landungsschlacht gefallen, aberAchilles hat den Kyknos besiegt und die Troer zurückge-
1) Mus. Borbon. III lav. 36. Zahn Ornam. I, 44. Aus einem Hausegegenüber dem Seiteneingang des sogenannten Pantheon, 1 Palm8 Unzen hoch, 1 P. 6 U. breit. Hr. Zahn bemerkt, dass das Gewanddes „Mars“ zinnoherroth, das der „Venus“ hellroth, die Flügel desAmor schwarz seyen (diess gewiss nicht ursprünglich). Im Jahr1825 habe man das Gemälde „sehr leicht unterscheiden können,aber ein Jahr nachher sey keine Spur davon übrig gewesen“. Derdritte Band des M. Borbon. trägt auf dem Titelblatt die Jahrszahl1827; aber die einzelnen Lieferungen mögen zum Theil viel frühererschienen seyn und noch viel früher wurde vielleicht die Zeichnunggenommen. Das Gemälde wird hier genannt dipinto per venu-stä e per grazia sopra ogni allro singolare, und der Peplosder Helena bezeichnet als pallio viotaceo.