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4 (1861) Die terniteschen Wandgemälde von Herculaneum und Pompeji / erklärt von F. G. Welcker
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Ueber Wandmalerei und Tafelmalerei.

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den; sondern es möchte eher, da man auch ziemlich schmaleund lange nivaxag (wie freilich auch oavidag) für man-cherlei Gebrauch hatte, wegen des Begriffs grösserer Breitegern mit zoT%og verbunden worden seyn und im Plural eindurchgehendes Getäfel bedeutet haben. Dass im Tempelzu Rhamnus die inneren Wände mit Holz verkleidet gewesen,ist mit gutem Fug geschlossen worden und in einer In-schrift aus Lucanien ist diese Verkleidung durch tabulamentabezeichnet + ). In der vermutheten Pluralbedeutung würdeaavideg zusammentreten mit dem bestimmteren Kunstausdruckniva% ziXttog, den ich (S. 179) als ein ganzes, vollständigesTafelgemälde, als eine eine Composition umfassende Tafel er-klärt habe 4 5 ). Wenn Pausanias nennt Gemälde (yQcupäg ini twvzotxwv) von dem Geschlechte der Butaden im Erechtheion(1, 26, 6), so heisst diese „Herabführung des Geschlechtsder Priester des Poseidon“ im Plutarchischen Leben derzehn Redner im Lykurg nlva% xiXswg, ein Ganzes ausvielen einzelnen Bildern. Diess wird bestätigt durch dieWorte des Aristoteles: tj 6‘ ix nXthövmv xafiwv xoivcqviaziXtwg nöXtg qdq (Polit. 1, 1). So wird von der Leschezu Delphi yQa(prj und yqafpai gebraucht, die ygaipai sindeine tsXeia yqcupij oder vielmehr zwei. Es ist sogar inabgekürztem Ausdruck der ziXeiog niva ? ein riXctov genannt,

4) Antiquilgs de l'Attique, traduites par Hittorf ch. 7. p. 55.Die und die Lucanische Inschrift führt R. Röchelte an Lettres ar-cheol.p. 205 s.

5) H. Brunn and Rochette Lettres archdol. p. 89 treten dieserErklärung bei und Wetlauer giebt dieselbe de Tbesmoph. 1820 p. 18not. 16. Schubart in der Zeitschr. für A. W. 1856 S. 403 f. welchermalerisch vollkommen verstehn will, wie Letronne p. 442 tableauachevd, setzt sich über die Verhältnisse hinweg, wie er auch sonstthut. Dass tlxwv nkfia ein lebensgrosses Bild bedeute, wie 0. JahnPolygnols Gern, in Delphi S. 63 ff annimmt, bezweifle ich und ziehevor Porträt in ganzer Figur, mit Böckh C. J. II p. 664, der sie uurmeiner (Jeberzeugung nach nicht mit Recht auch auf die Stelle desPseudoplutarch von den Butaden anwendet.

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