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Allein die weltlichen Beisitzer waren dagegen, indem es nicht so vieldarauf ankomme, daß man lag Abendmahl öfter, sondern daß manes sehr würdig genieße, nnd weil überdies die Leute noch aus denAlpen seien.
Die Taufe wird gewöhnlich während des MorgcngottesdicnsteS, inein paar Gemeinden des Nachmittags vollzogen, nur ausnahmsweisein der Woche. Seit 1812 ist in allen Kirchen des Landes die öffent-liche Konfirmation angeordnet. Wie GlarnS von Ansang der Refor-mation an mit Zürich in genauer Verbindung stand, so hatte es auchvon da die Liturgie, den Katechismus und das Gesangbuch angenom-men. Das letztere ist bis an 2 Gemeinden im Sernfthal überalleingeführt. Dort werden noch die Psalmen gesungen.
4. Kirchenwescn der katholischen Konfession.
Da in der katholischen Kirche eine viel größere äußere Einheitstatt findet als in der evangelischen, hat sie auch in unserm Landewenig Eigenthümliches auszuweisen, daher wir sie nur kurz zu berüh-ren haben. Ihr Verhältniß zum Staate, nnd wie dieses zu öfternReibungen nnd bittern Streitigkeiten Veranlafinng gegeben hat, istschon anderweitig erzählt worden.
Früher gehörte GlarnS zum Bistbnme Konstanz und znm KapitelRapperschwyl: nach Aufhebung desselben wurde es vorläufig an dasBiSthnm Ehur angeschlossen', aus früher angeführten Gründen wurdeaber vom Landrathe 1838 dieser provisorisch geschlossene Kirchenver-band mit Ehur aufgehoben. Unterhandlungen, welche seit der Zeitmit dem römischen Stuhle gepflogen wurden, um diese Verhältnissezu ordnen, haben zur Zeit noch zu keinen Resultaten geführt.
Es bestehen gegenwärtig in, Kanton GlarnS drei katholische Kirch-gemeindcn, nämlich:
1. Näfels, wozu auch die Ortschaft Oberurnen gehört, wel-ches eine besondere, 1592 gegründete Kapelle mit einem Kaplan, deraber zugleich den Schuldienst versieht, besitzt. Früher war NäfelS nach Moklis kirchgenössig z 1389 wurde daselbst eine Kapelle erbaut,welche dann in eine Kirche umgewandelt wurde, als Näfels von Moklis,das zur Reformation übertrat, sich trennte. Die jetzige prächtige Kirchewurde 1781 erbaut.
In dieser Gemeinde befindet sich ein Kloster, das einzige unsersLandes. Es wurde 1677 auf dem ehemaligen Burghügel, dessen alterName „Bnrgsto ck" in Mariabnrg verwandelt wurde, erbaut. DieKirche wurde 1679 vollendet. ES wird dieses Kloster von 3 Kapuzi-nern bewohnt, welche den Geistlichen ihrer Konfession in amtlichenVerrichtungen aushelfei, nnd, namentlich in neuerer Zeit, in dieser Be-ziehung vielfache, wichtige Dienste geleistet haben.
2. Glarns, zn welcher Kirchgcmeindc auch die Katholiken vonRetstal und Glarns gehöre». Die Erbauung der gegenwärtig gemein-sam mit den Nefor,nirten benutzten Kirche reicht, wie schon S. 267bemerkt wurde, jedenfalls bis ins 10. oder 11. Jahrhundert zurück,und die Gründung einer christlichen Gemeinde bis auf den kl. Frido-lin. Wäre die erste Kirche zu Glarns erst im 10. oder II. Jahrhun-