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Anleitung zur Gestein- und Bodenkunde, oder das wichtigste aus der Mineralogie und Geognosie ... / von F. X. M. Zippe
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und andern Pflanzcntheilen, auch wobl von thierischen Über-resten; er findet sich als Felsmasse und hängt oft mit dem Ge-bilde zusammen, welches kalkhaltige Quellen absetzen (S. §.71);es ist der Kalktuff.

Durch beträchtliche Beimengungen von Thon und Sandzum dichten Kalksteine haben sich die verschiedenen Abänderungendes Mergels gebildet, welche meist ein erdiges Ansehen haben.Man unterscheidet nach Maßgabe der Beimengung mehrere Ab-änderungen von Mergel und bezeichnet sie mit den BenennungenSandmergel, Thonmergel, Kalkmcrgel. Sie kommen oft in Ver-bindung mit Kalkstein, Sandstein und thonigen Gesteinen vorund werden weiter unten bei den Gebirgsgesteinen näher be-trachtet werden. Eine eigenthümliche Abänderung des Mergelssind die Mergelknollen, auch nach ihrer Gestalt Beinbrech undKlapperstein oder Adlerstein genannt. Sie finden sich meistensin Lehmablagerungen und bilden sich noch gegenwärtig durchVereinigung oder Zusammenziehung der im Lehm enthaltenenthonigkalkigen Theilchen, wozu oft eine Wurzel Veranlassunggibt. Diese Knollen sind oft im Innern hohl und zerborsten,enthalten bisweilen lose Steinchen eingeschlossen, welche nichtsanderes, als abgebrochene Stückchen von der zerborstenen Masseselbst sind. Dieses Zerbersten im Innern ist Folge der Austrocknung,welche innerlich später erfolgt als äußerlich, wobei aber die be-reits vertrocknete Rinde das Schwinden oder Zusammenziehender teigigen Masse im Ganzen verhindert. Einiger dichter undkörniger Kalkstein ist durch innig beigemengte, kohlige oder bitu-minöse Theile schwarz gefärbt; er ist Anthrakouit genanntworden. Mancher davon läßt beim heftigen Reiben oder Schla-gen einen unangenehmen bituminösen Geruch wahrnekmen; mannennt ihn Stinkst ein. Ein anderer, ziemlich reiner, erdigerKalkstein, in welchem aber mikroskopische Untersuchungen Hauf-werke von Resten von Infusorien und andern mikroskopischenThiergattungen erkannt haben, ist die Kreide.

Diese zusammengesetzten und zum Theil unreinen Abände-rungen sind es, welche als Fels- und Gebirgsmassen vor-kommen; auf besondeni Räumen, oft von ungeheuerer Ausdeh-nung, wie die bekannten Kalksteinhöhlen, finden sich die Tropf-