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Anleitung zur Gestein- und Bodenkunde, oder das wichtigste aus der Mineralogie und Geognosie ... / von F. X. M. Zippe
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Massen enthalten Höhlungen von verschiedenem Umfange, inwelchen die Gemengtheile in deutlichen, oft sehr schönen Krystallenerscheinen; die größer» dieser Höhlungen sind unter dem NamenKrystallgewölbe bekannt, und aus solchen stammen die schönengroßen Bergkrystalle ab. Auch andere Mineralien, namentlichTopas, Berill und Turmalin, findet man in solchen Höh-lungen aufgewachsen. Als Übcrgemengtheil findet sich am häufig-sten Turmalin ein, seltener Granat; von einzelnen Fund-orten kennt man auch Korund, Berill, Chrysoberyll, Zir-kon,manche Erze, als: Magneteisenstein , Scheeler;, Zinn-erz, welches zuweilen in solcher Menge vorhanden ist, daß dasGestein für den Bergbau von Wichtigkeit ist (wie zu Abertamim böhmischen Erzgebirge ), ferner Gold, Eisenkies und anderemetallische Mineralien. Manche, jedoch seltene Abänderungenenthalten statt des Glimmers Graphit oder Molybdän-glanz im Gemenge, und manche P ini t (ein in sechsseitigen oderzwölfseitigen Prismen krystallisirtes, weiches, graues oder brau-nes untheilbares Mineral). Wichtiger als diese fremden Ge-mengtheile ist die Hornblende, durch deren häufigere Bei-mengung Übergänge in andere Gesteine sich bilden. Eine Va-rietät des Granits, welche statt des Glimmers Blättchen vonTalk und nur wenig Quarz enthält, hat man Protogyn ge-nannt; er kommt am Montblanc vor.

§. 157 .

Die Felsmassen des Granits sind am gewöhnlichsten block-förmig, seltener plattenförmig und noch seltener säulenförmig.Die Blöcke haben verschiedene Größe, von einem und mehrernFuß bis zu einigen, ja mitunter bis zu vielen Klaftern imDurchmesser; sie zeigen hinsichtlich ihrer Figur alle mögliche Ab-änderungen und die rundlichen haben oft eine krummschaligeStruktur. Nicht selten trifft man im Innern der GranitblöckeStellen, in denen die Gemengtheile eine andere Struktur an-genommen haben; sie sind feinkörniger, der Glimmer herrschthäufig vor und seine Blättchen haben eine gleichförmige Lage,so daß die Masse an solchen Stellen schiefrig erscheint; der-gleichen scheinbar fremdartige Einschlüsse, welche beim Ausein-andersprengen der Blöcke zum Vorschein kommen, sind in den