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Gegenden des mittlern Böhmens , wo viel Granit verbreitet ist,unter der figürlichen Bezeichnung »Seele« bekannt. In Granit-gebirgen sieht man an steilen Felswänden, in Schluchten undThälern die Granitblöcke oft in einer solchen Verbindung untereinander, daß die Gebirgsmaffe fast einem künstlichen Mauer-werke gleicht, so u. A. an der sogenannten Teufelsmauer imengen Moldauthale bei Hohenfurth . An manchen Orten sindauch Blöcke so auf einander gehäuft, daß dadurch gegliedertsäulenförmige Massen gebildet werden. Platten erscheinen inGebirgsmassen des Granits nur stellenweise, ebenso die säulen-förmigen Blöcke, erstere sowohl auf einander liegend in hori-zontaler oder geneigter Lage, als auch neben einander in senk-rechter Stellung. Durch diese Structurverhältnisse wird daseigenthümliche pittoreske Ansehen der Granitmassen bedingt, wel-ches sich in besonders großartigen Zügen vorzüglich bei der begin-nenden Zerstörung durch den Verwitterungsproceß herausstellt.
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Granit ist durch Übergänge mit einer Menge von GebirgS-gesteinen verbunden, namentlich mit Syenit, Grünstein,manchem Sandstein, Porphyr, Gneus und Thon-schiefer. Den Übergang in Syenit vermittelt die Hornblende.Es gibt Granit, in welchem dieses Mineral in einzelnen, zumTheil ziemlich ausgebildeten Krystallen oder in länglichen Kör-nern als Übergemengtheil vorkommt. Bei weiterer Verbreitungeiner solchen Granitabänderung verliert sich allmälig der Glim-mer aus dem Gemenge, ebenso der Quarz, und das Gestein wirddann Syenit genannt. Einige Abänderungen von kleinkörnigemGranit, in denen die Gemengtheile in etwas lockerer Verbindungsind, lassen sich nur durch ihren Zusammenhang mit ausgezeich-netem Granit als solcher erkennen; sie gleichen ganz manchenSandsteinen, in welchen ebenfalls die drei gewöhnlichen Gemeng-theile des Granits vorhanden sind. Durch das innige Gemengeder Mineralien, welche die Elemente des Granits bei deutlicherZusammensetzung bilden, ist eine scheinbar gleichartige Masseentstanden, welche mit der Grundmasse vieler Porphyre über-einkommt. Am wichtigsten ist der Übergang des Granits inGneus , welcher sehr häufig vorkommt. Es gibt in manchen