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bogen, innerhalb des Fensterbogens verbleibende Raum durch einen Kreisoder eine andere mehr oder weniger complicirte Grundform aus-gefüllt wird.

Die einfachste dieser Anordnungen ist die durch den Kreis bewirkteFüllung, dennoch lässt dieselbe noch mehrfache wesentliche Verschieden-heiten zu, welche in den Figuren 105107 im Skelett dargestellt sind.

In Fig. 105 fällt die Grundlinie der Theilungsbogen mit der desgrossen Fensterbogens zusammen und wird also der Radius des dieScheibe füllenden Kreises durch die Höhe der Bogen bestimmt.

In Fig. 106 findet das umgekehrte Verhältniss statt. Der Kreis istnach einem grösseren Radius geschlagen und die Grundlinie der Thei-lungsbogen daher unter die des grossen Bogens gerückt.

In Fig. 107 findet dasselbe Verhältniss der Grundlinien statt, undes waltet nur der Unterschied, dass während in Fig. 106 die Mittelliniender einzelnen Bogen einander berühren, sie in Fig. 107 aneinander Vor-beigehen. Dieser Unterschied spricht sich deutlich aus in den Durch-schnitten nach ab dieser Figuren. Es bedeuten nämlich die darin an-gegebenen Linien die Mittellinien der Plättchenbreite cd in Fig. 108, alsodie durch den Punkt e gebildeten Linien. Während also in Fig. 105und 106 der Durchschnitt nach ab dem Grundriss des MiLtelpfostens hcdiin Fig. 108 und der nach fg dem des Wandpfostens daselbst entspricht,so wird in Fig. 107 der Durchschnitt nach fg die in Fig. 108a dar-gestellte Gestaltung und der nach ab eine demselben im Wesentlichenentsprechende annehmen. Diese letzte Anordnung ist der Frühgotlnkeigenthüinlich und findet sich, auf verschiedene Pfostengrundrisse ange-wandt, in der Liebfrauenkirche zu Trier , der Elisabethenkirche zu Mar­ burg und der Kirche des Klosters Ilaina. Sie ermöglicht, wie wir spätersehen werden, manche complicirtere Gestaltungen, indem sie das Pfosten-system zu einem selbstständigeren Abschluss bringt, den Zwischenräumenzwischen den verschiedenen Gestaltungen des grossen Bogens, der Thei-lungsbogen und des Kreises eine angemessenere Gestaltung lässt, dannaber sich vorzüglich rechtfertigt, wenn nach dem in Fig. 109 dargestelltenGrundriss der das eigentliche Maasswerk umlaufende Rundstab einenkleineren Radius hat, als der die Pfosten und Gewändebogen begleitende,so dass sich auf dem Gapitäl der Pfosten die beiden einander durch-dringenden Bogenprofile bcd und fgh aufsetzen, mithin die schraffirtenTheile Ausladung auf dem Capitäl bilden und der Durchschnitt nach fgin Fig. 107 die in Fig. 109a gezeigte Gestaltung erhält.

Ebenso hat die in Fig 106 gezeigte Anlage vor der in Fig. 105 sdargestellten gleichfalls den Vorzug, den Zwischenräumen eine vollkom-menere Gestaltung zu lassen.