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Thurmmauerdicke gebildet, welchem sich sodann die unter die Bögenwachsenden Strebepfeiler vorlegen. In der linken Hälfte ist das Systemder Jocheinlheilung etwa nach Art der Anordnung von St. Pierre in Löwenso umgebildet, dass sich demselben die nach dem erforderlichen Grund-riss gebildeten Thurmpfeiler als wesentlich zugehörige Elemente einfugen.Die Gestaltung dieser letzteren stimmt im Wesentlichen mit der in der rechtenHälfte gezeigten überein, würde jedoch bei einer bedeutenden Länge derThurmstrebepfeiler nahezu einen Abschluss der westlichen Schiffsjocheherbeiführen, wie denn überhaupt die grosse Stärke dieser Thurmpfeilerdie in Fig. 613-614 enthaltenen Anordnungen noch zu unvollkommenenstempelt. Nach denselben soll aber der Thurm ein völlig selbstständigesGanze bilden und eine vollkommene Stabilität ohne irgend welche durchden Baukörper der Kirche geleistete Hilfe behaupten. Diese Isolirungdes Tlmrmes würde den Vortheil mit sich bringen können, dass die etwadurch das grössere Gewicht des Thurmes bewirkten stärkeren Senkungenauf die Construction der Kirche ohne Einfluss bleiben. Es würde jedochdieser Vortheil durch jeden Verband des Thurmmauerwerks mit den Ge-wölbepfeilern wieder aufgehoben, es müssten daher, um ihn zu sichern,den etwa nach Fig. 614'gebildeten Thurmpfeilern noch die zum Auf-setzen der Schiffsgewölbe nöthigen Pfeiler ohne irgend welchen Verbandbis auf die Sohle der Fundamente hinab vorgelegt werden. Diese letztereAnordnung würde aber jede Erweiterung der Thurmfundamente unthun-licli machen oder nur nach einer Seile hin gestatten, ist daher nichtwohl ausführbar. '

Es ist aber überhaupt nicht nothwendig auf eine stärkere Senkungder Thurmmauern zu rechnen, und zwar aus folgendem Grunde. DieUrsachen einer solchen würden allein in der durch die grössere Lastbewirktem stärkeren Compression der Fugen des Thurmmauenverks zusuchen sein, da der Grund in allen Fällen hinlänglich gesichert seinmuss. Diese Compression aber hört auf mit der völligen Erhärtung desMörtels. Da nun anzunehmen steht, dass zwischen dem Zeitpunkt, in welchemdas Thurmmauerwerk bis in die Höhe der Kirchenmauern gelangt ist, undder weiteren Ausführung der oberen Theile desselben ein lür die Er-härtung des Mörtels ausreichender Zeitraum verstreichen wird, so kanndie Senkung nur noch für die oberen, mit der Kirche nicht verbundenenTheile, Statt haben.

Durch die Auflösung der Selbstständigkeit des Thurmes sind aber dieMittel einer bedeutenden Massenverringerung der östlichen Thurmpfeilergegeben und zwar aus den folgenden Gründen. Es war hauptsächlichdie Anlage der Strebepfeiler am Thurm, welche jene unbequeme Stärkebedingte. Nuu sollen aber die Strebepfeiler erstlich eine Abweichung