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Zweiter Band.
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§ 192 .

Peruzzi. Carotto.

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neser Akademie ein schönes und grossartiges Altarbild vonihm vorhanden. In späteren Werken erscheint dieser Künst-ler jedoch ungleich flacher; er präsentirt nur die schönenäusseren Formen, die er von den Florentinern gelernt hat,malt indess stets mit hellen und dauerhaften Farben, sodass diese Werke (deren namentlich im öffentlichen Pallastzu Siena vorhanden sind) wenigstens eine angenehme Wir-kung auf das Auge hervorbringen. Zu den interessantesten n.Arbeiten aus Beccafumis späterer Zeit gehören die eigen-thümlichen Darstellungen auf dem Fussboden des SieneserDomes (im Chor), welche mosaikartig aus hellerem unddunklerem Marmor zusammengesetzt und mit niello-artigenSchattenstrichen versehen sind. Aeltere Arbeiten dieserArt im Sieneser Dome (dem sie ganz eigenthümlich sind)sind nur in einfacher, dem Niello zu vergleichender Weisegezeichnet.

Ich beschliesse die Reihe dieser sienesischen Künstlermit dem Baldassare Peruzzi (14811536), der zwareine bedeutendere Stelle in der Geschichte der Baukunsteumimmt (er ist einer der vorzüglichsten neueren Archi-tekten), jedoch auch unter den Malern eine ehrenvolle Er-wähnung verdient. Sein Entwickelungsgang in der Malereiist ähnlich wie der seiner sienesischen Zeitgenossen. Sosind z. B. in dem Saale der Farnesina zu Rom , wo Raphael 18 .die Galathea gemalt hat, Malereien seiner Hand an derDecke, welche noch ziemlich den alterthümlichen Styl desXV. Jahrhunderts erkennen lassen, gleichwohl viel Liebens-würdiges und Anmuthiges enthalten. Bedeutender als diese, 19 -ebenfalls jedoch noch vorherrschend alterthümlich, sind die-jenigen Wandgemälde, welche er an den Wänden der Altar-tribune von S. Onofrio zu Rom , unter den Kuppelgemäldenvon Pinturicchio , ausgeführt hat. Sie stellen eine Madonnaauf dem Throne mit Heiligen, auf der einen Seite die An-betung der Könige, auf der andern die Flucht nach Aegyp-ten dar und enthalten höchst anmuthvolle Köpfe. Eine ste- 20 -hende Caritas mit drei Kindern, von strenger Schönheit,