mete Bareich oder Schlepplein tragen. Die Studenten in allen Fakrchaten, sollen nichts zerschnit-zclre, noch kurze Kleider tragen,-sondern ihre Kleider ehrlich und einer ziemlichen Lange seyn,denn ?es- zumal- eine große Leichtfertigkeit und. Mißstand ist, so die Jugend in kurzen Kleidern vorehrlichen und züchtigen Frauen und Jungfrauen gehet. Dergestalt sollen auch der Doctoren undLittütiaten. Hausfrauen und Töchtern mit- der Kleidung gebührliche Maaße halten, und nicht sam-mete- Bareich und-Schlepplein tragen, auch perlene oder gefütterte Hauben, doch deß Ihnen einegüldene «nvcrfütterte Haube zu tragen nachgelassen, sollen auch unten an- seidenen Röcken keimhöher oder breiter Gebrahme tragen, denn einer Hand breite aber so ein alt Kleid zu kurz wur-de, mag man es mit einem ziemlichen Gebram verlängern- Den Magisters Frauen sollen alleseidene Kleider verboten seyn, ohne- Kordecken, Schamlot und Brückerscher Atlas- Sammete Kol-ler sollen ihn zugelassen seyn." Von Hochzeiten. //Zweitens wenn ein Rector, Doctor oder Li-centiae vor sich selbst Hochzeit h-eldet, einen Sohn oder Tochter ausgiebct, der soll nicht mehrdann auf 8 Tische Gaste dazu zu- laden -haben. - M-agistri und andere Personen der Universitätsollen, nicht mehr-dann auf 6 Tische zu bitten und zu besetzen haben." In der erneuerten Ord-nung von 1562 heißt es: Soll ein Rector, Doctor u. s. f. Macht zu bitten haben 10 Tisch'Gaste- und aus jeden Tisch 12 Personen, daß also über 120 Personen ohne die Diener nicht sok-len gelädem werden. Magistri sollen 6 Tische obberührtermaaßen zu setzen haben.
Die Gerichtsbarkeit der Universität bestimmte Kurfürst Friedrich- III» in einem Briese vomJahre 1525 naher.
Die höchste Würde der Universität war das Rectorat, der Rector hatte neben stch 3 Refor-matoren und 4 Dekan«/ welche für die Universität das höchste Gericht bildeten. Die Professorenwählten den Rector, und der Kreis der Wählbaren war ziemlich groß * **) ).
In per früheren Zeit durfte der Rector nicht vrrl^eirathet sein und nur in festlichen Kleidernstch zeigen "*).
Die beste Uebersicht des Zustandes 8er Wissenschaften' und der Eintheitung der verschiedenenFakultäten in den ersten Jahren der Universität erhalten wir aus einem Verzeichniß der Lehrerund der Vorlesungen vom Jahr 1507. In der voranstchenden Einladungsschrift laßt rs der da-malige Rector, Christ. Scheurlus, nicht an Empfehlung der Universität fehlen. Er ladet alle,denen die Wissenschaft lieb ifl> ein, nach Wittenberg zu kommen: ,,quae ad albin posita, mir»gaudet aeris’ temperiae, et imprimi» Boc' tempore,- amfuente Deo,- omni peste prorsus vacat,quae cives habet hmnano“s'et orchnis- nostri studiosissimos. Ubi annuus vi-ctus octo aureissuppeditatur et omnigenae doctrinae gradus, sola priueipuin muniüeentia conferuntur.
*) Eligendus sit fioctor, LicentiaWS vel quatnor annorum Magister, atit Superiorum facultatula BaCC*»laurus,, vel saltem alius : .de honesto, sanguine .et bonOrum morum aut eminentis scientiae.
**) Hectoris- munus esto, hospites honorare, rarenter et nonnisi cuni hoiiesto cultu et comitat« i« P™-G» amhularii Ferner: Ab onere Rectoratus de v gratia speciali supportamus p/aepositum et Decanumecclesiae nostrae ccdlegiatae; nec non religiosos sacrae theologiae Professores:’ Goiuugatos vero in-habiles declaramus,‘ l ’