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Einleitung.
bei den Kampf der Lapithen und Kentauren in dem Augen-blick dass die Braut des Pirithoos ergriffen war; an demHeräon bei Argos, wo vorn die Geburt des Zeus war, hintendie Einnahme Ilions; dieselbe am Zeustempel in Agrigent hinten, vorn die Gigantomachie; an dem der Athene Alea in Tegea vorn die Jagd des Kalydonischen Ebers, hintenTelephos gegen Achilleus im Kampf in Mysien : an einemApollotempel irgendwo der Untergang der Niobiden durchdie Pfeile des Apollon und der Artemis , in seiner Mitte er-griffen, indem der Tod und das Sinken der Einen undFlucht, Schrecken, Staunen der Andern wie in einem gro-ssen Accord die wunderbare Raschheit der göttlichen Rachedarstellten. In allen diesen Vorstellungen, die Athlen desHerakles ausgenommen, obgleich es nicht von allen nach-gewiesen werden kann, scheint es gemeinschaftlich undwesentlich zu seyn, dass sie eben so wie die kleinerenStatuengruppen nur einen und denselben Moment ausdrück-ten. Hierdurch unterscheiden sie sich von einem Theil dergrösseren Compositionen in Relief und Malerei, denen mandaher den Namen der dramatischen Vorbehalten könnte,welchen Schlegel den Giebelgruppen gibt. Durch diese Artvon Einheit, durch die Beschränkung der ganzen Darstellungauf einen Augenblick, welchem von sechzehn, achtzehn,einundzwanzig, zweiundzwanzig oder mehr Figuren, diewir in verschiednen Giebeln antreffen, eine so gut wie dieandre, jede nach ihrer Natur und ihren besondern Bezie-hungen angepasst werden musste, wurde das Mass der auf-zubietenden Erfindung beträchtlich erhöht, zugleich aberauch die Grossartigkeit der Erscheinung vermehrt. DasSymbol oder Wapen des Gottes erhielt durch die Einfachheiteiner einzigen so ausgedehnten Gesammterscheinung eineseinem weiten Raume und seiner Höhe angemessene Erha-benheit, welche das Erhabene in den einzelnen Gestaltenmächtig unterstützte. Der vielstimmige manigfaltige Ausdruckgleichzeitig in den verschiedensten Theilnehmern war wasin der Musik die Harmonie.