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3 (1851) Griechische Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
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Würfelorakel vor Pallas Athene

spielen (xvßeia), wie Palamedes der Erfinder und Thersitesin der Unterwelt des Polygnot, oder Brettspiel, Zugspiel[netxeia), wie Palamedes und Protesilaos bei Euripides in der Iphigenia in Aulis (195). So soll in den Myrmido-nen des Aeschylus vorgekommen seyn dass Achilles inseinem Zelt Würfel spielte, nemlich während die Schlachttobte: und die Worte die in den Fröschen des AristophanesDionysos spricht (1400):

ßeßXxjK^4^tXXtvs dvo xvßo> xai xixxctQu,scheinen dem Zusammenhang nach aus einer Tragödie desEuripides, obgleich die Alexandrinischen Grammatiker siein keiner mehr fanden: einer vermuthete daher dass derVers im Telephos gestanden habe und nachher gestrichenworden sey. So ist ein Heldenpaar sitzend auf Steinen beimBrettspiel, jeder mit sechs kugelrunden schwarzen undweissen Steinen versehen, an einer 1825 gefundenen Am-phora von grossartigein Styl aus Nola im Museum zu Neapel 3 4 5 ).Dieselbe Vorstellung fand sich in Vulci + ), und mit einigerVerschiedenheit an einer Amphora mit dem Namen des MalersExekias 5 ). Hier nemlich sieht man nicht eine lange Reihe von

3) Panofka in Schorn« Kunstblatt 1829 S. 160, Gerhards Stu-dien S. 165, im Museum zu Neapel nach Buallett. 1832 p. 70.

4) Mon. d. Inst, archeol. I, 26, 2. Annali 111, 288, wo cs einIrrthum ist wenn gesagt wird: i due eroi muovono colle lande i glo-betti collocati sopra un piedistallo. Die Lanzen halten die Helden inder Linken, während einer nach dem andern mit der Rechten dieschwarzen und weissen Steinchen rückt, deren es auch hier, wie esscheint, zwölf sind. Stellung und Geberden könnten nicht ausdrucks-voller und naiver seyn (Rv. Herakles und Antä'os), dieselbe Vase dieim Bullett. 1829 p. 77 vorkommt, in der Sammlung Candelori.

5) Monum. d. I. a. II tav. 22. Annali VII p. 227, Nibby dichia-razione del dipinto di un vaso fittile Volcente offerto dai Sgri. Can-delori alla S. di nostro Signore Papa Gregorio XVI Roma 1834 fol.Sec. Campanari della grande anfora Volcente rappres. Achille e Ajaceche giuocano agli astragali Roma 1834 4. Mus. Gregor II tav. 53.Das Gelass wird an Schönheit allen von derselben Classe in diesemMuseum mit Recht vorgezogen.