vor der Abfahrt von Ilion.
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diese Ruhe und gemässigte Haltung, wovon man nicht be-stimmt sagen kann ob sie aus dem Gedanken des Zusam-menhangs, des Wesentlichen der Sache oder aus Unvermö-gen das Pathetische darzustellen entsprungen sey. Nächstdieser Stille ist die grosse in beide Paare gegeneinander-über gelegte Symmetrie zu bemerken, indem Beides zusam-men zeigt, wie die Darstellung im Ganzen nicht aus derAnschauung unmittelbar geschöpft, sondern diese durchdachtund nach bestimmten Begriffen oder nach einem gewissenKunstgebrauche geregelt ist; so dass man in einem so un-scheinbaren Bilde, und es giebt viele desselben Styls vonähnlichem Charakter, die Art wie die Griechische Kunst sich zur Idealität der Composition und der Form erhobenhat, deutlich und sehr merkwürdig vorgezeichnet findet.
Gegen die frühere Erklärung spricht Alles; man kannnicht sagen dass nach ihr das Bild nicht in Allem vollkom-men mit dem Dichter übereinstimme, dass einige Verschieden-heit sey, was wohl angehn mag, sofern sich zugleich ausden Bedingungen oder den Eigenheiten der Kunst die Gründeder Abweichung erkennen lassen, sondern hier stimmt nichtsüberein und Mehreres würde in bestimmtem Widerspruchoder gänzlich unangemessen erscheinen. In der Diomedeiatritt Here auf in Gestalt des Stentor und schilt die Argeier,Athene spricht zu Diomedes von seinem Vater Tydeus;die Alriden werden nicht genannt. Hier ist Schlacht, indem Bilde sind die beiden Fürsten zu Rathe sitzend, siepflegen Rath, wie auch Millin sagt: hier handeln die Göt-tinnen gemeinschaftlich, im Bild aber erscheint nicht blossAthene allein als die Hauptperson des Ganzen, sondern eswürde auch Here durch die Stellung hinter dem Sitze desMenelaos in ein unrichtiges Verhältniss kommen zu der Per-son ihr gegenüber, selbst wenn wir den Hermes annehmenwollten, und beide würden den Platz einnehmen der abhän-gigen Fersonen, nicht Göttern gebührt. Und was sollteHermes dort wo die zwo den Troern feindlichen Göttinnenso stürmisch einschreiten? Soll er ihnen beistehn oder ge-