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3 (1851) Griechische Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
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Sonnenauf- und Untergang.

dass die Deutung der Sphinx und die des Wurfs sich ge-genseitig bedingen und bestätigen.

Sphinx ist unter den halb änigmatischen für den Cultuserfundenen Wörtern worüber uns Clemens von Alexandria belehrt wo er von der symbolischen Auslegung spricht J ),als ßiöv für Luft, gaip für Meer, nXijxtQov die Sonne. Cle-mens erzählt nach Apollodor dem Kerkyräer die auch vonKallimachus in den Jamben berührte Sage dass der SeherBranchos, um die Milesier von der Pest durch Reinigung zubefreien, die Gemeinde mit Lorberzweigen besprengte in-dem er selbst vorsang:

ftiXmxe, w naiöss, 'Exäegyov xa} 'JUxatgyr^v,und darauf das Volk die Worte hersingen liess:

ßiSv, £<xfirp, y&u>, nXrjHXQOV, ocpiy!;,

xval^ßi, y&vnxtie, (pXeyytw, dgoty # ).

In einem darauf folgenden dem Thespis zugeschriebenen Ge-bet an Pan kommen die Worte xva^ßi, yd-vnzqs und yfa-y/ioe ebenfalls vor. Mag diess Gebet aus einer der vonHeraklides Ponticus untergeschobenen Tragödien herrührenund auch der Milesische Pestpäan ungleich jünger gewesenseyn als die Zeit in welche Branchos gesetzt wird, so rei-chen sie doch beide zu dem Beweise zu dass auf gewisseBegriffe in heiligem, für den Cultus eigens erfundnem, dunk-lem, kurzem und zum Theil einsylbigem Ausdruck seit alterZeit ein grosses Gewicht gelegt wurde. Auf diese beson-dre Geltung solcher Wörter für den frommen Aberglauben,zu welchen auch xoy^ oyma^ gehört, spielen wahrscheinlichdie zugleich genannten Dichter an, die sich eines oder desandern dieser Gebetwörter bedienen, wie der Komiker Kra-tinos der jüngere und mehrere Alexandrinische Dichtfer dasMeer durch ga-ip bezeichnen, der Komiker Philyllios einenKranken zu dem heilsamen ßidv, der Luft, beten lässt. Auchführt Clemens noch eine für die Knabenschule gebildete For-

1) Strom. V c. 8 §. 47 p. 243 Sylb.*) S. meine Kl. Sehr. III S. 79.