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Boreas und Oreitliyia.
zu vcrmuthen ist, an die Delphische Tliyia, die den Posei-don angeht, bloss der Einhüllung wegen, von der nicht ein-mal bekannt ist dass sie einer Thyia zukomme, doch auchnicht wohl zu denken seyn kann, so hat das Bild schwer-lich in gegebener, feststehender Mythologie oder Allegorieseinen Grund, sondern in der Phantasie der nicht blossBacchischen, sondern auch erotischen und überhaupt mytho-logischen „Scherzi“. Nicht zu trennen davon möchte derzwar ganz nackte beflügelte Jüngling der TischbeinschenVasen (3, 28, Hirts Bilderbuch Taf. 81, 1) seyn welcher ei-ner für eine Chloris ebenfalls zu streng bekleideten Nymphenachsetzt.
13. An einer sogenannten campana sah ich 1847 beiCav. Campana in Born Oreitliyia, Boreas und hinter ihm sichentfernend eine der Begleiterinnen, alle ohne heftigen Aus-druck (Rv. Ein Jüngling zwischen zwei Mädchen).
14. Eine Diota mit Boreas und Oreitliyia in S. Mariadi Capua, Archäol. Zeit. 1848 S. 205.
15. Im Museum zu Neapel sah ich im Jahr 1846 ausserden beiden von Gerhard und oben auch von mir angeführ-ten Vasen an einer bauchigen Amphora aus Ruvo eine ganzverschiedne Darstellung, vermuthlich dortiger Composition.Boreas mit grossen Schulterflügeln trägt Oreithyia auf sei-nen Schultern davon. Ein Jüngling mit Chlainys und zweiLanzen geht rechts vor ihm ab, und auf seiner andernSeite ist ein weisses Xoanon mit einem candelaberähnlichenAltar und davor eine flehende bekränzte Jungfrau (die Schulzund Rache flehende Freundin, hinter ihr ein kahler Baum(wie in dem einen die Paliken darstellenden Vasengemälde),darüber ein wegeilender Jüngling mit Lanze während einandrer Jüngling sitzend eine Tänia hält, gegenüber demerstgenannten. Unter dem einen der (wirklich zugehörigen)Henkel ein geflügelter Jüngling sitzend, unter dem anderneiner mit Hut und Doppellanzen hinzukommend: acht Figu-ren ausser dem Xoanon. Diess ist veranlasst durch den Al-tar auf früheren Vasen, der nur das Motiv enthielt das Er-