406 Abschied des Achilleus von seinem Grossvater Nereus .
nur etwas höher versehn ist **). An dieser Stelle fasstThetis den Knaben wo sie ihn in den Stygischen Flulhcnstählt, an dem Capitolinischen Marmor mit der Geschichtedes Achilles 2 ), gerade hier sitzt der tödliche Pfeil in demviel älteren merkwürdigen Yasengernälde mit dem Tode desAchilles 3 ), hier allein war er verwundbar geblieben 4 ). Aberwarum sollte denn auch Hephästos, im Begriff zu scheiden,nicht sein Handwerksgeräth, zugleich sein gewöhnliches undnatürliches Attribut mit sich nehmen? Auch ist kein Motivbekannt wonach an das Schmieden des Feuergolts im Meerein Mythus von seiner Zurückberufung sich wahrscheinlichangeschlossen haben möchte, während die andre Fabel vonseinem Ilerabfallen auf Lemnos und Zurückholen durch Dio-nysos einen guten allegorischen Zusammenhang hat. DasGewand ist zudem nicht die eigentliche Exomis des Hand-werkers, sondern genau das des Epheben Peleus der dieThetis freit auf Taf. 34 derselben Sammlung; eben so dasHaar. Ähnlich ist die Gruppe von Peleus und Thetis in denMon. dell’ Inst. 1, 37, noch ähnlicher in Gerhards Trink-schalen Taf. 9, 2, und in dieser letzten Vorstellung hat Pe-leus den Ringel am Fuss. Diess wohl nur durch eine Ver-
**) In Tischbeins Vasen I, 5 nimmt von einem Greis ein jun-ger Held, auf dem Schilde das Dracbenzeichen, hei dem an Achilles gedacht worden ist, Abschied. Dieser,hat am einen Bein den Ringel,das f,T*ajpi'()iov. Dass diess Zeichen, ob mit Bedeutung oder auch zu-fällig und von den Künstlern unverstanden , auch sonst vorkommt,wie an einer Kriegerstatue in Dresden (Bötligers Vasengem. II S. 128Not.), in einem Vasengemälde im Cab. Pourtales pl. VII p. 38,scheint mir seine besondre Bedeutsamkeit in Bezug auf Achilles kei-neswegs aufzuheben.
2) Gal. mythol. 153, 552. 3) Mon. d. I. I, 5t.
4) Quint. Sm. III, 62 xul e &ow<; oviyoe xutu atpv^öv. Schlechtist der Ausdruck talus bei Hygin 107 und Fulgent. III, 7 p. 722,da man an der Ferse nicht leicht festhalten kann. Richtiger Aen.VI, 57 excepta parle qua tentus est. Vgl. Stat. Achill . I, 269. 134u. A. hei Muncker ad Hyg. Daher der Name llvqioaoo s, Ptolem.Heph. VII p. 38 ed. Roulez cf. p. 134.