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3 (1851) Griechische Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
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424
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424 Einführung des Herakles unter die Götter.

scheint (Mon. d. I. 1, 55): die Schönsten vernachlässigen sichnicht. Sogar ist am Helm des Achilleus das Unterfultersichtbar, dessen Erfindung ihm später zugeschrieben wird 9 ),weil nichts was den Kriegerschmuck verschönert und ver-feinert ihm fremd seyn sollte.

Zu angenehm ist es mit der Composition des Randeseine andre spätere, aber ebenfalls sehr sinnreiche und poe-tische Darstellung desselben grossen Acts zu vergleichen alsdass ich diese hier übergehn möchte. Sie zieht sich aneinem dickbauchigen Gefäss, auch aus Vulci , in Ger-hards auserlesenen Vasenbildern Taf. 146, in einfacherReihe herum, in dreizehn sehr schlichten, fein gezeichnetenFiguren mit schönen Gesichtern, nicht ohne Charakter, wennauch eben nicht in dem vollen Ethos der verschiedenen Göt-ter. Doch sind die sechs ersten und die sieben andern Fi—guren einigermassen von einander abgesondert dadurch dasseine an den Enden der beiden Abtheilungen der am Anfangihrer Reihe zugewandt, also von der ersten Figur der an-dern Reihe abgewandt steht. Zeus , den Blitz in der Linken,streckt den rechten Arm aus zum willigen Empfang, ArtemisHegemone mit der Brautfackel 10 ) ist vorgeschritten dem Hera-kles, welchen jetzt eben Athene an der Hand [yeig Ini xagnü)dem Zeus vorführt. Hinter ihm folgt Apollon das Hochzeits-lied auf der Laute spielend und dann steht Hebe, durch denSchenkkrug in der Hand kenntlich genug, die zunächst aufden nach ihr gewandten Apollon, doch wohl eigentlich wei-terhin auf Zeus blickend, die Rechte erhebt, nicht aus Staunenüber diese Klänge, sondern in gespannter Erwartung der Be-schlüsse des Zeus . In diesen sechs Figuren ist die Scene abge-schlossen : die beiden folgenden Gruppen stellen dar wie dasim Olymp erfolgte, das Weltall und alle Götter angehendeEreigniss den Mächten der beiden andern Reviere, dem Po-

9) Eustalb. ad II. X, 265 p. 804, 7.

10) Th. li S. 16.