513
Schluss. Böckh, dem ich die Erklärung milgetheilt halte,verwarf sie, wie ich glaube, mit Unrecht zum Pindar (p. 175),indem er zwar mit mir die herrschende Vorstellung von demKampfspiel ebenfalls als roh und barbarisch aufgab, abernur den Schild welcher der Preis in allen verschiednen Wett-kämpfen der Heräen war, auch in einigen Worten Pindars ,wie in dem berühmten „Schild in Argos “ überhaupt, ver-stand , deren wahre Bedeutung mir erst durch das Gemäldeklar und anschaulich wird. Denn wenn Pindar sagt (Ol. 7 ,83): o r sv ” Agyti ya Aaög i'yvw ftiv, so kann in yuXxognicht der Preis, sondern nur das was an dem ehernen Schildzu leisten war, der Kampf gemeint seyn, eben so wie inden folgenden Worten: rä r Iv 'Agzaflia egya aal 0/;-ßatg, und es wird diess bestätigt durch die andre Stelle(N. 10, 22): ccywv yoc).xeos dä/tov otqvvsi norl ßov&volav"JFJqus ui&lwv re xgioiv, wo es doch sehr gezwungenwäre zu verstehn: der Preisschild zieht das Volk zur Preis-ertheilung, statt des Schildkampfs selbst, als des ältesten undangesehensten der Kämpfe: die Anstrengung, das Schauspiel,das Glück und Unglück der Kämpfe sind das was das Volkanzieht, nicht zunächst der Preis und kein Fest noch Fest-spiel wird, so viel ich weiss, von dem Preis der ertheiltwurde, benannt. Weil aber der Schildkampf der älteste undeigenthümlichste, ursprünglich vermuthlich der einzige undgewiss der einzige zunächst auf die Göttin selbst durchseine Beschaffenheit bezügliche Kampf war, so ist geschehndass der Erzkampf (aywv yctAxeog) für das Fest der Heka-tombäen oder Heräen in Argos überhaupt gesagt wurde, wiewir aus der Glosse des Hesychius zu diesem Ausdruck undaus Inschriften ersehen. Wenn diese Glosse sich nur aufPindar bezieht, so beweist sie wenigstens auch dass bei ihmnicht der blosse Preisschild zu verstehen ist, sondern derKampf, das Treffen des Erzes. Sonst hiessen die Spieleaanls "Haag in einer 2 ), uantg "Agyovs in einer andern
2) Gruter. p. 314. Prov. metr. 1192 w? "Hqat; iv iloxidv.
III. 33