Treppe caber nur in eine niedrige Kammer, welche noch in dieſem Geſchoß
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VBleyweiß ausgemachet hernach ziehet man nach Belieben uͤbereck eine diniedurch, und laͤſſet alsdenn von allen Ecken des Grundriſſes Linien herunterfallen, welche gegen der zu erſt gezogenen Linie, die gleichſam den Horizontvorſtellet, alle perpendicular oder Bleyrecht ſind. Das uͤbrige wird einjeder aus dem Riß am beſten finden, welcher ſich demnach muß eingebildetwerden, als waͤre das Hauß vorgebildet, wie es biß halb an die Fenſter desObern⸗Geſchoſſes aufgebauet worden, und man auf einem andern hohenHauß ſtehende von oben hinein ſehen koͤnne.
In dieſem Riſſe ſind a die Zimmer, welche nach der Teutſchen Ge-brauch theils Stuben, theils Kammern ſind, welche auf einer Seiten wieauf der andern angeleget ſind, ohne daß eine Seite ein Gemach vor einFrauenzimmer, die andere vor Manns⸗Perſonen abgeben kan. Den gan-tzen Riß nun vollkommen zu verſtehen, will ich alle Zimmer kuͤrtzlich durch-gehen. Bey x kommet man aus dem untern Geſchoß herauf, und gehetbey in den Vor⸗Saal. Auf der andern Seite kommet man gleich indie Stube ar. welche einen Ofen nach der erſten Art hat, welcher ausdem Kämmerlein e eingeheitzet wird, in welches man aus dem unternRuhe⸗Platz der Treppe bey x ſteiget. Aus dieſer Stube kan man in dieKammer 22. und bey f in die andere Stube a4. kommen. In dieſemDurchgang kkan man auch in den groſſen Schrancken kommen, der, wennes noͤthig waͤre, aus der Stuben ar. und ag. gar bequemlich mit kleinenFenſter lein erleuchtet werden koͤnte. Aus den Kammern az. und az. gehetman in den Abtritt bey g, welchen die Teutſchen gern ſo bequem habenwollen. Wegen des Geſtanckes hat man ſich da nicht zu fuͤrchten. Dennes iſt der Raum durch ein gantz Fenſter geluͤfftet. Über dem Abtritt kanein Rohr in der Mauer oben ausgefuͤhret werden, und zu unterſt kan eine
emaurte Schwind⸗ Grube ſeyn, uͤber welche Waſſer hinflieſſen muß.ieſer Abtritt wird nicht hoch gemachet, daß oben noch ein klein Kam-merlein daruͤber ſeyn muß, in welches man durch die daſelbſt angelegteWendel⸗ Treppe gelanget. In der Kammer a3. iſt ein Camin bey p.An die Stube 24. iſt ein Alcove h angefuͤget. Aus a4. kommet man ineinen runden Haupt⸗Saal 1. welcher ſeinen vornehmſten Eingang in denor⸗Saal hat, pp ſind zwey Camine. Aus dem Saal gehet man indas Gemach ap. as. ay. ag, welches eben ſo angeleget iſt mit allen Co-moditdten, wie das gegen uͤber liegende. Die Stube ag. hat einen Ofennach der andern Art. Aus dieſer kommet man noch vor den Vor⸗Saalin eine lange ſchmahle Kammer vor Laquaien, aus welcher man unterdem Ruhe⸗Platz e in die Heit⸗Kammer durchgehen kan. Aus dem Vor-Saale gehet man uͤber die Treppe s. in das oberſte Geſchoß. Über die
uͤber