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Mauren aufeinander liegen, und die Seiten⸗Fugen werden eben als bey ſolchenMauren abivechſeln. Jerner gehen die obern und untern Fugen alle nach dem Mit-telpunct der Kugel, und die eiten⸗Hugen alle nach dem Müttelpunct ihrer Circul,welches eine ſchoͤne und ſtarcke Verbindung iſt.Nun darf ich nur aus einem jeden der Parallel- Circul einen einigen Schluß-ſtein ſauber aus ſchneiden, weil alle andere gleich ſind, und davon die Lehre nehmenund ins groſſe bringen. bMan findet an verſchiedenen Orten Treppen, welche um einen kleinen vier-eckichten Hof herum gehen, und an den dier Ecken vier Schacht⸗foͤrmige Ruhe⸗Plaͤtzeö machen. Man bautt ſie von Steinen glſo, daß ſie ſcheinen in der Luft zu haͤngen,indem unter die innere Winckel keine Stuͤtzen geſtellet. iö Man bringet ſolche Treppen, welche billich vor ein Meiſterſtuͤcke der Stein-metzen⸗Kunſt gehalten werden, auf vielerley Weiſe zu wege. Ich will hier auchkuͤrtzliche Auleitung zu einer geben.Zaum Beyſpiel will ich eine Treppe nehmen, welche um einen Hof von 12. Fußins gevierte gehen, und s, Fuß breit ſeyn ſoll, ſo werden die Ruhe⸗Plaͤtze in den vierEcken 6. Fuß ins gevierte haben. Zu dieſem Ende laſſe zwey viereckichte Stoͤcke ma-chen nach einem verjüngten Maaßſtab 28. Juß breit, 13. uß hoch, und 182. Fußf lang. Mitten aus dieſen Stoͤcken laſſe halbe hohle linder fein rund ausdrehen,oder 105 aufeinander veſte machen, und ſo die gantze Rundung heraus drehen nacheinem Durchmeſſer von 24. Fuß. Ferner laß verfertigen einen recht wincklicht drey-eckichten Stock, an dem eine Seite welche den rechten Winckel beſchlieſſet 12. dieö ander 6. Fuß ſeyn ſoll. Lege die erſtbemeldete Stoͤcke einen nach dem andern auf dieHypothenuſam dięſes Stockes, und ziehe von deſſen beyden Winckeln, durch dendarauf gelegten Stock, Linien, welche gegen der Ball, des dreyeckichten StockesBley⸗recht ſtehen, und ſetze nach dieſen Linien beyderſeits von dem aufliegenden Stockdie Skuͤcke ab. Endlich theile oben und unten die halben Circul der ausgedrehetenHohlwellen in drey gleiche Theile ab, ziehe die obern and untern Puncte zuſammen,und Sen Sr dieſem die Stoͤcke jeden in drey Theile, doch ſo, daß von den bey-den Seiten⸗Stuͤcken nichts abgehe, denn das mittlere iſt nichts weiter nuͤze. End-lich hoble von den geraden Seiten dieſer Stoͤcke, die ſchmaͤßleſten ſo weit ab, biß diebreiteſten noch 11. Fuß breit ſind. Alſo hat man zu vier Armen dieſer Treppe dienoͤthige abſchuͤßige Gewoͤlbe⸗Stuͤcke, auf welchen die Stuffen liegen. Die Ruhe-Plaͤtze werden aus viereckichten Stoͤcken 5. S. lang, 6. breit/ und 11. hoch aus-geſchnitten. Wie ſolches geſchehen muͤſſe kan mit Worten nicht genugſam beſchrie-ben werden. Die Zuſammenfuͤgung wird hingegen am beſten Anleitung dazu ge-
ben. Die Fugen werden alſo gezeichnet, daß die Vorder⸗Zlaͤchen 1. Fuß oder 14ins gevierte kommen, und um einander abwechſeln, die Seiten⸗FJugen muͤſſen gegendem Horizont perpendicular, die obere und untere Fugen aber mit eben demſelbenund auch mit dem Abſchuß der Treppe parallel und perpendicular. gegen denWaͤnden ſeyn. Alle Steine werden 2. Fuß lang, vornen nach dem Bogen desSGewoͤlbes, hinten aber gerade gehauen. 1 wenigen wird imm eder butCee N die
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