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zu weihen, die Idos in seinem Dienste er-kranket. Der Handwerksgesell hat bey sei-nem Meister theils wegen Mangel an Ver-mögen, theils wegen Mangel anderer einemKranken nöthigcn Bequemlichkeiten wederFliege, noch Arzt, noch xMzneyen. Auch istnicht jeder Meister, wenn er auch gleich hin-länglichen Reichthum besäfse , so menschen-liebend, dafs er einen kranken Fremdling,sobald er auf das Krankenlager geworfen unddadurch aufser Stand gesetzt wird , zum Vor-theile seines Meisters zu arbeiten , nachHothdurft unterstützte. Sey es aber auch,dafs der Meister für seinen Gehülfen sorgt,so gehen doch noch äufserst viele Vortheileverloren, die alle in unserm Institute verei-nigt sind. Da sich det kranke Handwerkergleich zu Anfänge seiner Krankheit meldenkann , und gezwungen von seinem Herrnmelden mufs , so wird seine Krankheit weni-ger gefährlich und seltener tüdtlich. Erwird von anerkannt geschickten Aerzten undWundärzten behandelt Und alle Gelegen-heit, zu Pfuschern und Afterärzten seine Zu-flucht zu nehmen, wird ihm abgeschnitten.Fieberhafte ansteckende Krankheiten werdenaus dem Hause des Meisters entfernt unddie übrigen Mitgeselien vor Ansteckung ge-sichert. Da solche, die sich muthwillig einegewisse Seuche zugezogen haben, nicht auf-
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