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den Blumen wird wider alle Bauchflüsse sehr ge-rühmet, die Wurtzel aufden Zahn gehalten, stil-let Zahnschmertzen, der zerflossene Saamcit mitWein eingegeben, mehret die Milch in denenBrüsten. Man hat davon verschiedene Gattun-lungcn: Arnaranthns vulgaris, criflatus aurcus,spicatus aureus , plumatus colore rubro, cri-flatus colore rubro, colore luteo, colore car-neo, plumatus colore violaceo, colore albo,indictis spica herbacea, indicus globosus albuslychnidis folio, indicus globosus caeruleus,indicus tricoior, £ spicatus, tricolor aineri-canus rubescens & arborescens, maximuscaudatus colore coccineo, maximus, pani-culis longis, nodosis &c. conf. Arnold Frieds,von Hartenfels neuer Gartcnsaal.
Amarcinthur lutheus, siehe Stccchas citrina.
Amaritudo oris, Bitterkeit des iTJun»des, wenn theils mit dein Speichel, theils durchdas Aufsteigen aus dem Magen, etwas auf dieZunge kommt, das bitter schmeckt. Es ist sol-ches ein Zeichen der gallichtcn Mischung desBlutes, und der Verstopfung der Leber,. daheroman sich des Rhabarbari und der Mittelsaitze,als Arcanurn duplicatum, Tartarum vitrio-latum , fleißig zu bedienen hat.
Amaror , amarum, Bitter, Bitterkeit.
Amanda voluta, & fluviatilis, die Flttß-deute, Flußvolute, weil sie sich meistens inder Mündung tiefer Flüsse aufhält. DasFleisch der darin» wohnenden Thiere ist bitter-lich, wird aber doch von den Inwohnern geges-sen. Einige rechnen sie zu den Pauserone«.Sie hat eine dünne Schaale, ist violblau, undgegen der Spitze rings herum und wechselsweisemit Knöpfen besetzt, welche sich in schwartzeDornen verliehren, und beynahe den halbenTheil der Volute eronenweift umgeben.
Amarygae, 'Afiet^vyou, so werden von ei-nigen die Augen, von andern aber die Au-gendraunen benennet.
Atnaryllis linnaei, ist der Lilio-Narciflus.
Amatcastic, den andere Texcalamatl, undandere Tepeamatl nennen, ist ein grosser Baumin Neuspanftn, mit dicken, purpurfarbigen, bey-nahe hertzförmigen, und wie Epheulaub, so brei-ten Blättern. Er trägt eine Gattung kleinerFeigen, mit einer ins purpurrothe fallenden Far-be, und mit kleinen rothen Kernen angefüllt.Laet hält sie für eben die Frucht, welche Clusiusin seinem Buche von ausländischen Gewächsenbeschreibt. Timenes belehret uns, es kühle ih-re abgekochte Brühe die Fieberhitze, auch führesie die Galle und den Schleim durch Brechenund Stuhlgange ab. Nach seiner Vorschriftmuß man jtt diesem Endzwecke drey Untzen vonder Wurtzel nebst 3 Iß Wasser nehmen, und biszur Helfte einkochen lassen. Allgemeine Histo-rie der Reisen rc. XIII. B. p. 644.
Amatoria fibris , s. Chlorosis.
Amauf'oßs , ’Audvgacris, Gutta serena, Suf-fusio nigra, ist ein Augenbrechcn, wird von eini-gen, aber nicht recht, der schwartze Sraar ge-nannt. Das unfehlbare Zeichen diesesAffectsist die totale und vollkommene Blindheit ohne ein-tzigen Mackel der Augen, so, daß der Augapfelrein und gut scheinet: der Iris ist unbeweglichund die Kranckheit ist nichts anders als eineLeblosigkeit des Sehenervens (Paralysis nervioptici). Sehr selten ist hier eine vollkommeneCur zu hoffen; jedoch sind Setacea oder Haar-seite im Nacken, Schröpfen der Augenlicder(Scarisicatio palpebrarum) zu versuchen.
Amaufum , allerhand Schmeltzglas, daszum Ismail gebraucht wird.
Amayaen, ist ein Fisch der in Brasilien gcfun-j den wird, eine Art vom Seefrosche, ist ein kuc-I tzer Fisch von mancherley Farben, welcher schö-ne Augen hat, und eine Art von Koachsenmacht, wenn er aus dem Wasser kömmt. Erbläst sich auch auf wie der Frosch. Sein Fleischist sehr gut, allein nicht eher als bis man es sorg-fältig von der Haut abgesondert hat,unterwel-cher er eine Art von Gifte verbirgt. Man un-ter-