AM
ckel herum, welche offen sind; sie haben sehrscharfe sägenweise eingeschnittene Zähne, dieeinwärts gekrümmt sind.
Amianthus, ’ApixvTos, Asbeslus, Stein-oder Erdflachs, ist ein fasichrcr, schwartzgrün-kicht schieferichter Stein, welcher sich wie Fe-dern von einander reisten lässet, uzzd von demFeuer nicht verzehret noch verbrennet, sondernnur weisser und sauberer wird: kommt meistensaus Indien und Türckey. Dieses ist derjenigeStein, woraus die alten Römer ihre unver-brennliche Leinwand gemacht haben, worinnender Könige und anderer Magnaten Leiber ver-brannt, und also die Asche conservirek wurde,indem derselbe also zubereitet werden kau, ,daßman ihn zu Faden spinnen, und Leinwand dar-aus weben könne, (welches für ein grosses Ar-canum zu halten,) welche im Feuer nicht ver-brennet, sondern nur weisser und von aller Un-reinigkcit gesäubert wird. Dienet in der Me-dicin, innerlich wider den weissenFlußin Weinvder Brandkewein; in dcrOfficin ist das Lini-inentum de Arniantsio wider den bösen Grind;es ist auch eine andere Salbe davon, womit mandie Hand salben, und nachmaln das Feuer ohneSchaden angreifen soll, welche bttmüllerusin seinem Commentario Scliröd. p. 797. ausdem aldrovando also beschrieben hat:
kC Pulv. Amianthi. Calc. viv. exsic. Album.Ovor. Altb. Succin. Sem. Hyosciam.aaq. v. vermische alles zum Liniment.
Amiculum, ist eben das was Amnio8.
Amiju, ein Baum in Brasilien aufderJn-sel Maragnan, hat Blätter eines Birnbaumes,aber viel langer, und trägt eine rllnde Frucht,die wie Pfirschen schmeckt. Allgem. Historieder Reisen rc. XVI. Band p. 295.
Ammi venim, Semen AmmCos, CuminumAlthiopicum, Ammeysaar, wird von denScribente« als ein sehr kleiner, runder und ge-streifter Saamen beschrieben, so dem Sandgleich sey, und soll also viel kleiner als der Peter-
106
siliensaamen seyn; der aber, welcher jetzoindenApothecken und bey den Materialisten zu findenist, kommt mit solcher Beschreibung gar nichtnberein,denn er ist länglicht, fast wie Kümmel,auch nicht so klein,dahero ist zu zweifeln, ob manheutiges Tages den rechten und aufrichtigen Am-meysaamen antreffe. Das Kraut wächst gleichdem Fenchel und Dill; die Güte dieses Gäamenswird aus dem scharfen aromatischen Geschmack,und starckem Geruch erkannt, muß kernhaft,vollkommen, frisch und sauber seyn: zertheiletdie Winde, dienet wider dieColic, Mutter-undSteiilschmertzen, vornehmlich wider den weissenFluß und Unfruchtbarkeit der Weiber; Dosis )| 3 .ad )j. kommt zum Theriac, wird auch unter dievier kleinen erwärmenden Saamen gezehlet.
Ammioselimm, und
Amnioides , sind Beysorten des Arnrni.
Ammiies, eine Art Tropfsteine, welche vonder Aehnlichkett der Fischeyer, Rogenfleinegenennet werden; sie bestehen aus runden zu-stuninen gewachsenen Theilgen, deren jedes ausWasser, Erde, welche sich.schichtwcise über einSandkörnlcin angeleget hat, entsprungen.Man nennet sie auch von der Achnlichkeit ver-schiedener Saamen Cmchriten «Iirsekörner-flein, Meconites , Mohnsaainensiem, Pi-Jblithos , Erbscnsteine, nachdem die Körnleingroß oder klein sind.
Ammochoßa , ’a pc/u-oxas-ia, die Art ulcersmit Sand auszutrocknen. oRinAs. 1 . 10. c. 8.
AmmochryJ'os, Waschgold, die Goldflit-schcn oder Flimmer, welche aus Gold führenderFlüsse Sande gewaschen werden. Neuerlichbedeutet dieses Wort beym agricola undGAESALPiNo goldähnlichen Sand, oder eineArt goldfarbener leerer Blende. Er wird inBöhmen und andern Orten mehr gefunden undzum Streusande gebrauchet.
Ammodytes, Sandschlan-
gcn, diejenige Art giftiger Schlangen, welchein dem sandichten Lybien gefunden werden.
G 3 Ammo-