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Johann Jacob Woyts ... Gazophylacium medico-physicum, oder Schatz-Kammer medicinisch- und natürlicher Dinge ... / Johann Jacob Woyt ; mit Fleiss übersehen, verbessert und vermehret von Johann Ernst Hebenstreit
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103-104
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Rec. Ceruss Pulv. Rad. Conlolid. inaj. aatibß. Lap. Calaminar.Lithargyr. Miniiaa Hhß. Camphor. §ß. 01. Rapar. q. s.f. Unguent. 8. Brandsalbe.

Wenn die Brandschaden in Abscessum oder Gan-graenam degeneriren, so werden solche Mittel er-fordert, welche wider diese Assecte specisice ge-richtet, und an ihren gehörigen Oertern zu suchensind. Also ist mir ohnlangst folgender Casusbegegnet: ein Beckergeselle, welcher sonsten Epi-lepsia habituali laborirte,wird unvermuthet vomParoxysmo angegriffen, und fällt in die aus deml^ackofen gefegten glühenden Kohlen dergestalt,daß ihm der gantze lincke Arm auswärts, von demBrand, bis aufdie Beine durch und durch lädiretworden; hierbey war nichts anders, als eineMortification und folgliche Abnehmung, wonicht der Hand, doch einiger Finger zu hoffen, dochhat unter meiner Direction der sonderbare Fleißund Sorge des Herrn Christian Kühnen, Chirur-gi und Badern im Kneipf, alles besorgliche Un-heil abgewendet, nachdem er dieses Decoct undCataplasma &c. oft und warm gebrauchet:

R. Spirit. Lumbric. ^slr. -Xci urinos. Ma-trical. Galban, Essent. Galban. aa jj.Aq. Quercctan. Zij. Elixir, vitae Zj. Sal.vol. oleos. Essend. Castor. Camphor.aa 3j. Decoct. mei usual. ad. Spiiacel.ziii. m. d. ad vitrum, luber. munit.

R. Pulv. Radic. Enul. Herb. Absinth. Car-duibened. Scord. Rut. Salv. Levistic.aa Mjv. Chasrefol. Miij. Bacc. Laur.Juniper. Sem. Anisi, Cuinin.Foenicul.aa jij. Macis. Nuc. Mosch. aa^i/S. Aloes,Myrrh. aa zx. Caryophyll. Zij. coq. inMuss, aut loco hujus Vin. gallic. & Li-xiv. sortiss aa. q.s.f. Cataplasma, warmumzuschlagen.

Amutaccusstos, imperfectus, heist in derBotanick eine unvollkommene Blüte, welchedas Ansehen eines schuppichten Zäpfleins oderWürstleins hat.

Amentia , Aberwitz.

Amentum, die Gesellschaft männlicherBlumen, welche sich auf Bäumen und andernPflanhen eintzeln und von den weiblichen Blu-men abgesondert, befinden, und entweder aufeiner Pflanße mit den weiblichen beysammensind, (siehe Monoecia) oder auf verschiedenenPflantzen vertheilet sich befinden. (SieheDioociae.)

Amethodm, ein Artzt, der ohne (Ord-nung verfährt; oder auch ein Artzt, der sichan keine Secte bindet, immaffen die Methodebeym celso, das Verfahren der Aertzte nachVorurtheilen, bedeutet.

Amethyflei, sind Attzeneymit-

tel, welche vor der Lninckenheitpräservi-rcn, als bittere Mandeln rc.

Amethystus , Amethyst, ist ein röthlichecEdelstein, welcher durchsichtig, und wie Pfic-sigblüt anzusehen ist, kommt aus Indien undArabien, welchem der Böhmische bey weitem nichtgleich ist: dienet, ausser dem Aberglauben,wider die Trunckenheit und böse Gedancken.

Aimtria,Aperstce, die Ungleichheit desUlaaßes, die Ungleichheit in der Bildungder Theile menschlichen Cörpers, das kränckli-chc Verhältniß der harten und fließenden Theileim Cörper.

Amfion , ist so viel als Opium.

Anxia,hfxtct, ein Seefisch dieses Namens,aus dem Geschlechte derer die nur eine Floßfederam Rücken und das Luftwcrckzeug unter derKinnlade haben. Sie sind etwas kleiner alsdie Thunfische, haben ein spitziges Maul, einendicken Bauch und dünnen, Schwantz, dessenFlossen wie ein halber Mond in Hörner ge-krümmt sind, der Rücken ist blau und gläntzend,der Bauch aber silberfarbig, von dem Rückenbis an den Bauch sind schiefe schwartze Liniengezogen, die in gewissen Entfernungen von ein-ander stehen; dieAugen sind klein und goldfar-big, die Haut ist glatt, ausser um die Ohrende-

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