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Johann Jacob Woyts ... Gazophylacium medico-physicum, oder Schatz-Kammer medicinisch- und natürlicher Dinge ... / Johann Jacob Woyt ; mit Fleiss übersehen, verbessert und vermehret von Johann Ernst Hebenstreit
Entstehung
Seite
1317-1318
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wbstuef, und woran die Europäer selbst,wennft sich nur erst ein wenig dazu gewöhnet haben,Mn Geschmack finden, ob es ihnen gleich an-läßlich unschmackhaft vorkömmt.

Mmpoij, s- Jacaranda.

Manipulus, eine Hand voll, ist in Ver-suchung der Recepten sehr gebräuchlich, wirdKräutern und Blättern zugeeignet, und al-fM. gezeichnet, ist eine gewisse Quantität ober-

gut vor den Husten und der Lungensncht, nebstsüssen Molcken getruncken.

Manna Maßichina, heisset diejenige, welcheauch fonsten Manna Corporis genennet wird.Der Unterscheid derXIannw wirb von den Lan-den, wo sie herkommet, genommen, da manwohl drey bis vier Sorten hat: indem i) inOrient, in Syrien, Pcrsien und Ostindien, ab-sonderlich in Ceylon, eine Art zu finden, sosehrMß/welche man mit der gantzen Hand be- ! rar und unbekannt ist: hierzu gehöret die übrigeMM kann. i Manna, oder Manna montis, welche auf

Manna, oder Semen graminis manna:, ! dem Berge Gargano in Apulia wachsen soll,Kima oder Gchwadengrütz, ist ein sehr l die 2) Calabrische, welche auf dem Berge 8.kleiner weisser Saame, welcher von einer ge- Angie gar schön quellen soll, 3) kommt eineBissen Art Grases gcsammlet, und aus Polen aus Sicilien, welche trocken, auch schön weiß

und körnicht ist, 4) die Frantzösische, Mannade Brian$on, welche die schlechteste und unsau-berste ist. Die Materialisten aber führen ins-gemein nur zwey-Sorten, nehmlich die feineund Mittelgattung, welche sie entweder nachdem äußerlichen Schein oder Alter sortiren.Diebeste ist, welche noch frisch aufgetrocknet.

> Litthaucn in ziemlicher Menge hichec ge-kch, und von hier weiter verschicket wird:i|l eine recht angenehme Speise, mit Milch unddiüirä Aqua Cinnamomi gekochet.ftos, ein süsser Saft, welcher in Sici-Ikn,Solstbi'ten, (weshalbe'n sie auch MannaCalabrina gcucnnct wird) und andern warmen

aus dem Stainm und den Blättern

toi Fraxini, oder Eschenbaums, auch andernīn, sonderlich des Arbuti, oder Crdbeer-

leicht, schön weiß, süß von Geschmack, nicht

mit grossen «Wundern, oder auch kleinen Unrathverfälschet, auch, so viel es seyn kann, granu-des Paricis, oder des Lerchenbaums, liret ist. Die Manna laxirct gelind, undfüh-ln Kissen Sommcrtagen dringet. Die Alten , ret die Galle ab; die Dosis davon ist bey drn

»neten cS Drosomeli, oder Honigthau, in-gikichen Aoromel, Lttfrhonig. Es fallt aberWr Gast nicht aus der Luft auf die Blatter,schern ist ein Saft dieser Bäume. Man hatK verschiedener Art: Manna Corporis ist die,

Kindern Zij..bis %ß. bey Erwachsenen aber5$. bis iij. und auch jv. Praeparata sindElectnarium Diacassia cmn Manna, Electita-rium Lenitivum de Manna, Syruptis Manna;laxativus scHROEDERi, Syrnpus Mannte,der Baume Stammen fliestet, welches und der ^nlepnsDiatartari retri csstel.>« dieser Absicht von den Einwohnern aufgeri- l.1, welcher in den Apothecken der Stadt Mef-

sina und Palermo oisicinal ist, und also berei-tet wird:

IL Manna elcess. tfij. Galang. Zingiher.anagiij. Infusion. Polar, iolut, ober Ma-ior, Pcrsicor. ex Num, IX. prsep.

Set Werten; Manna Foliorum aber ist die, so»ni hen Blättern gesammlet wird. Die natür-liche ist wücckender, als die gereinigte und inWn gegossene, Manna tabulata. Sie istbequemes Lariermittel vor Kinder, nachBc-ldchnheit des Alters zu 1.2. Lothen. DienetFiebern, wo man nur den Leib zuöf-^"gidenstet; versässet dir scharfen Säfte; ist

Laß alles zusammen in einem wohl vermachtengläsern Gefäß 24 Stunden im Maris Baln.Ooo 0 r dige-