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Licht wie Steckrüben. Es giebt Wurtzeln, diein acht Monaten reif sind. Man nennet denBaum, der sie hervorbringt, weisscn Maniocoder Wcidcnmanioc- Die andern Arten, alsder Manioc mit großen Blättern, und der rotheManioc, brauchen 14 und so gar 18 Monate,«in ihre gantze Größe und Reife zu erlangen ic.Wenn man dafür halt, daß die Wurtzeln dengehörigen Grad der Vollkommenheit haben, sozieht man sie aus der Erde, so wie man sie brau-chet; und dieß geschieht allezeit, daß man denBaum gantz herausreißt, womit denn die Wur-tzeln ohne Mühe herauskommen. Negern, wel-che zu diesem Amte bestimmt sind, schaben dieRinde davon mit einem schlechten Messer ab,und werfen die Wurtzeln in ein Becken mit Was-ser, wo sie gut gewaschen werden. Darauf be-dienet man sich einer kupfernen Reibe, um sie zuMehl zu machen, welches wie grobe Sagespäneaussieht, und nach der Presse getragen wird, da-mit der Saft herausgedrückt werde. DieserSaft wird für ein tödtliches Gift nicht alleinfür Menschen, sondern auch für die Thiere, an-gesehen, welche diese Wurtzeln fressen, bevor sieausgedrückt worden. Du Terre schreibt dieseschlimme Eigenschaft seiner übermäßig vielenSubstantz zu. Eabat glaubet, besser gegrün-det zu seyn, wenn er die Bösartigkeit in derübermäßigen Kälte bestehen läßt, welche fähigist, den Umlauf des Geblütes zu hemmen, u»ddie Lebensgeister zu betäuben. Indessen habendoch die Thiere, welche sich nach und nach zudem Manioc gewöhnen, keine Beschwernisse da-von, sondern werden so gar fett. Die Wilden,welche solchen in alle ihre Brühen thun, empfin-den auch keine üble Wicckungen davon, weil sieniemals anders, als gekocht, davon essen. Manbedienet sich dieses Saftes, Stärcke daraus zumachen, indem man ihn in der Sonne trocknenlaßt, wo er so weiß wird als Schnee. Er be-kömmt alsdcnn den Nahmen Micuchache,welches spanische Wort ein Kind heißt, und von
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den Frantzosen sowohl als Indianern ang-W,-men ist. Die Mouchache bicnet, kleineKch,daraus zu machen, die eben so leckerhaftsollen, saget man, als wenn sie von dem fd^n,Weitzenmehle wären. Die Indianer und Eu-ropäer drücken den Maniocsaft auf umerM-dcne Art aus. Von dem, was nachdicstM-richtung übrig bleibt, machet man die CG«und das Maniocmehl, welche fast durch gchAmerica zu Brode dienet. Um diesesNehizmCassave zu bringen, hat man runde Platten m,gegossenem Eisen, einen halben Zoll dick tmb un-gefähr 2 Fuß breit. Man setzet sie auf c«Dreyfach oder auf Steine, und macht du §«darunter. Wenn die Platte heiß ist, so thu!, m»zerriebenen und ausgedruckten Manioc dmirf,den man durch eine Art von Sieb gehen laß»,um die Klumpen zu zerbreche». Es muß uugk-fahr z Finger dick auf der Platte liegt». WTcigmasse sencket sich, wenn sie gedickn ttirt,und alle ihre Theile binden sich. Mau W ll-was dazu, indem man mit einem hölhcrmEfi-tel sanft darüber streicht. Wenn dieEciltstnauf der Platte liegt, gebacken ist, wdchcsnman der Farbe erkennet, die alödenn reih rcirtiso wendet man den Teig, vermittelst dc»i§M!und der lincken Hand, um, auf die andere, «>»läßt ihn vollends backen. Darausstellctm«es 2 oder z Stunden an die Sonne, darnildnnoch übrige Feuchtigkeit darinnen ausirockr»»könne. Diese Art Gebackenes oder Brod, «idches nunmehr den Nahmen Cassave anninr^ist an seinem Rande drey oder vier Linien ^und in der Mitte ein wenig dicker, unb ttiegt un-gefaßt 2 Pfund, wenn es 2z bis 24§oll>»>
Durchschnitte hat. DasInwendige bleil'iBvie der Schnee, und die beyden Seiten sindiner blassen Goldfarbe, welche den Sfyfxiiw •& kann sich sehr lange halten, ohueweikmMorge, als daß man es an einem trockene»1»erwähnet, und zuweilen an die Sonne ftt ■U ist eine vortreffliche Nahrung die 1«