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Johann Jacob Woyts ... Gazophylacium medico-physicum, oder Schatz-Kammer medicinisch- und natürlicher Dinge ... / Johann Jacob Woyt ; mit Fleiss übersehen, verbessert und vermehret von Johann Ernst Hebenstreit
Entstehung
Seite
1345-1346
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s , helmontius, basilius va-jektisus und andere, bis endlich die Wis-ftMcn sich wieder empor geschwungen, daW durch neue Entdeckungen in der Anatomie,Wrurgic, Naturlehre mit Hülfe der Mathesis»d Mechanic, die Artzeneykunst aufs höchste

Mt», wiewohl doch nicht zu zweifeln ist, esW U solche noch höher gebracht werden. DennWch heut zu Tag- die Meynungen aller Ge-Ifen in allen Stücken nicht übereinstimmen,stßid sie doch alle auf die Grundlehre der Ana-»ie und Physiologie gebauet, obgleich die Art«rWeise des Beweises nicht »bercintrifft, daiich alles »ach den Begriffen von der Mecha-m uriheilen, und Mechanici hcissen, anderechie Absicht auf die bewegenden Kräfte der Ma-ine alles dem Geiste und der Seele zueignen.?«MMenze so vieler zur Artzeneyübung-ßza Wissenschaften gehöret viel dazu, ein ge-Wer Medicus zu seyn. Die Theile der Ar-tzmykiinst sind wesentliche, ohne welche nie-«d ein guter Medicus seyn kann; diese be-W» im wissen oder im Thun. Im

smbksiehen, die Lehre von dem gesunden Cör-M, W» Bau und dem Gebrauch seiner Thei-lt, dir Anatomie und Physiologie; die LehreMein krancktn Cörper, die Pathologie, mitW verschiedenen Theilen; die Lehre von denWaden oder schadenden Mitteln, die MateriaMsfo. I, Thun bestehen, die befehlendenWe und die dienstbaren Theile; die befehlen-it»!heile, welche lehren, i) wie man die Ge-sichelt erhalten soll, iT^gieiue, deren Jnstru-«al-oder dienstbarer Theil die Dixta oderchOrdnung im Leben ist; 2) wie man die naheWden Kranckheiten in Zeiten unterdrückenich, Prophylaxis. 3) Die Lehre von Heilung'«"ttlicher und ausserlicher Kranckheiten, näm-ste Therapia medica und chirurgica, dc-Theile sind, die in dem GebrauchPcheude Materia medica, weil die Specula-tam ob» betrachtende auch jemand wissenwdjtts Schatz-Jammer.

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fslnn, der kein Medicus ist, die Feuerlehre, dieChymie, die Artzeneykunst, Pharmacia. Diezufälligen Theile, welche, wie celsus saget,den Artzt nicht mache», sondern zieren, sind dieKrauterlehre, die gantze Phyllea, die Natur-lehre.

Medicus, ein Artzt, ein Kenner sowohl derHülfsmittel, als auch der Regeln, nach wel-chen sie zu Erhaltung menschlicher Gesundheitund zu Heilung der Kranckheiten sollen angewen-det werden.

Meditullium, der mittlere Theil eines jedenDinges, auch der Mittelkern in den Bäumen.

Medius, der mitteiste, so in der Mittenist.

Medius digitus, der Mittelfinger an derHand oder Fuß, und

Medius venter, der Mitleid auch, ist dieBrust, siehe Thorax.

Medulla, das Marcks, der innere Theileiner Sache; insonderheit das Marcks der Kno-chen. Diefts ist eine von dem Blute durch diekleincsten Arterien eines Knochens abgesonderte,und in den Fetthöhlen der Knochen verborgene»lichte Materie, welche zu Erhaltung der KnochenBeugsamkeit, in dercrsclben Höhlen abgesondertwird. Cs ist sothanes Marcks verschieden: inden Köpfen der Knochen, welche langröhrichtsind, (olls tubiiormia) und in dem Zwischcn-raum der breiten und aller übrigen Knochen istroth Marcks zu befinden. Allein in den Röh-ren der langen Knochen ist eine weisse, mit einerbesonder» Haut, welche zugleich Perioüium in-ternum ist, umschlossene Fettigkeit, welche mitdem übrige» Fett des Cörpers eine vollkommeneAehnlichkeit hat. DaS Marcks der Knochenwird alltäglich verncuert, und befindet sich ineinem Wechsel. Wachsende Knochen habenmehr Fett, vollwüchsige etwas weniger, und al-I ter Leute Knochen haben daran einen Mangel.

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