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Es sitzen verschiedene Kranckheitcn der Knochenin dem Marcks, die Knochenfaulniß oder Caries,die Englische Kranckhcit obct Rhachitis, dcziehensich zum Theil auf des Marcks unnatürliche Be-schaffenheit.
Medulla Cerebri, Substantia medullaris ce-rebri, s. Encephalon.
Medulla lignorum, das schwammichte We-sen in den Röhren der Stamme verschiedenerStauden, oder auch das nach dem Eiben oderder innerlichen Schale sich befindende weicheWesen, Alburnum genannt, welches im näch-sten Jahre in den äussersten Circkel des holtzigtcnCörpers verhärtet wird.
Medulla oblongata, der Ursprung der zehnersten Paar Nerven, f. Encephalon.
Medulla saxorum, s. Marga saxatilis.
Mdulla spinalis, frus Auckenmarcks,ist die fortgeführte Medulla oblongata, welche,sobald sie durch das größte Loch des Hiitter-hauptsknochens (Foramen occipitale ma-gnum) ausgegangen, seinen Nahmen verändert,und Medulla spinalis heisset. Demnach habensie beyde verschiedene gemeinschaftliche Beschaf-fenheiten. Beyde haben ihr graues Theil in-wendig, beyder weisse und änsserliche Gubstantzverlängert sich in das Wesen der Nerven; bey-de sind in zwey Hälften vertheilet. Insonder-heit aber ist Medulla spinalis der Staunn derübrigen neun und zwantzig oder dreyßig Paarursprünglicher Nerven , welche den Lebensgeistdurch des Cörpers Theile leiten, und aller Or-ten gleich austheilen. Der Sitz des Rücken-inarcks ist die lange, aus sämmtlichen Wirbel-knochen des Halses, Rückens, der Lenden unddes heiligen Beines bestehende Kncchenröhre,welche, ob sie gleich aus beweglichen Knochenbestehet, dennoch durch eine feste Berbindungder Knochen unter sich, vermittelst ihres Gin-glymi und durch ihre Bänder, eine besondere
Festigkeit bekommt, daß das Rück^H«allerhand Bewegungen des Rückens unhfiA «
bleibet. Ueber dieses ist diese Medulla ^ 1
ihre eigenen von dem Gehirn abstm^» iDecken umgeben, denn die dura und piaMa, «benebst der Arachnoidea begleiten die Met flam spinalem, und zwar die dura Mater fa jizugleich der innern Fläche der WirbelknchnL lund ist ihr Periostium. Die Arachnoideiumgiebt diesen Nervenstamni weitlauftiza, A >im Gehirne geschehen, auch befindet,ich » lscheu ihr und der pia Matre etwas Fett ini- «ner gitterformigen Gubstantz. DiepiaM« 1ist mit vielen Gefassen durchwürcket, dmi- !laufen nicht nur zwey Arteria: spirales iit Idurch das Foramen occipitale magnum, Ni (erstrecken sich langst der Medulla: spinalis, !dern es gehen auch, so viel VertckurD, jt Iviel Paar Collateralarkerien durch die ümrl«- ieher, welche jedesmal von zwey zusniniieiilMi- >genden Vertebris gemacht werden, durch «eich *auch die Nerven nebst den Venis rnlÄum, 'Die Medulla spinalis ist durchaus in znq Ia^alften getheilet, und entspringen ihreNm lalso, daß sie aus zwey Reihen der Mull«'bern, zwischen welchen beym Ursprünge tiii>» Igamentenes zartes Septum ist, zi,sainnie»«ch 'sen, und von sämmtlichen Integumentis H IMedulla; spinalis umkleidet werden. Ale !Maaße, wie diese Medulla spinalis inehr «i Imehr Nerven von sich giebt, verliert pcai#was von ihrer Gubstantz, und wird endlich«» >die andere und dritte Vertebram der jgantzlich erschöpft, wo ihre Nerven nicht wt thorizontalster anslauftn, ffndern sich ^ jden übrigen Canal, der Lange nach erßn^und den Crural- und Ischiasnerven zum V1 mit ausmachen. Diestr in lauter eich" jNervenfäden ausgesplitterte letzte Theil da-dulice spinalis heißt seiner AehnlichM M"Cauda equim, Dei' pferhsschwantz- j