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allcrhandfarbigten Kieß, oft sehr prächtig, ge-schmücket. Einige sind Kugelrund gewachsen,«nd rund herum spitzig, andere stellen eine run-de, oder langlicht halbe Kugel vor. Bisweilensind die vortrefflichsten Crystallen in eine Ia-spiskugel verborgen, welche man deswegen De-mantmütter nennet, dergleichen in deinMutschner Revier gefunden werden: Oft ste-hen die Crystallen auf Quartztafeln, ein ander-mal sind sie klüftig, in Gestalt der Berge undThaler, über und unter einander gesetzet: bis-weilen sind nur allein Crystallen auf einemQuartz befindlich, bisweilen aber sind sie mitBlenden und allerhand eckigtcn Kiesen ver-mischet.
Wenn man jeden Crystall insonderheit be-trachtet, findet man nicht nur sechSeckichke, wier-oinivs den ftinige» beschreibt, sondern auchdrey-und viereckichte, und raderformige, undwiederscheinend geschliffene, auf welcher beydenGrund eine gute Crystallbeschreibung ruhet,Massen nichts von allen den Gestalten, welcheaus irgend einem Verhältnisse der Ecken ent-springen, übrig ist, das man nicht in Crystallenantreffen sollte. Insonderheit sind die scchs-eckichten Crystallen in ihren Gestalten veränder-lich. Man trifft selten volleckichtc, das ist,solche Crystallen, an, deren achtzehn Winckel aufeinmal sichtlich sind, massn die meisten in ih-ren Steinen tief cingesenckt werden. Bey den-jenigen, welche nicht nur an ihren Spitzen, son-dern auch an ihren Stämmen, zu sehen sind,zahlet man zwölf Ecken, und diese sind theils,wie Thürmgen, aufgerichtet, theils, wie Bal-cken, unter und über einander gcstürtzet. Diesealle, wenn wir betrachten, wie einige weit ausdem Steine hervorragen, andere aber niedrigstehen, einige starck, einige schmal sind, einigesehr groß, andere mittelmäßig, oder sehr kleinwachsen, können in ein ordentliches Geschlechts-regrster, auf eine leichte Art, gebracht werden.
Alle sechseckigken Crystallen sind sv zu l-kUchten, daß man nur ihre obersten WiM-i Zkönne, und daß die mittlern und untern mgSteine tief eingesenckct sind; doch sind ^ben Winckelflachcn an dem Maaße an einEnicht gleich, bald stehen drey breite, almGlend mit drey schmalen, bald viere mit ^in welchen Betrachtungen der geschickteCrMlenkcnncr, scheuchzer, sich sonderlich^vorgerhan. Bisweilen stehet die Sxtzt diCrystallen gerade über derselben Grunde', lidweilen ist er auf eine Seite abhängend, t»nichmal sind die Winckelflachcn mit dreh-ten Gestalten bezeichnet, bisweilen hatcuch-stall den andern verschlungen, so, daßimnLs-stall in Crystall mit Vergnügen ersiehe!, »Taies sich auch oft zutragt, daßZimigrauW, G-berblatter, graSfarbigte Striemen, vdercka-hand metallische Unreinigkeilen, in dniörM-len ersehen werden, oder daß ein rW in deinCrystall mit Regenbogenfarbigen Glichim ü»Augen eine scheinbare Vorstellung mchei, ge-stalten es grosse Stücken Bcrgcri-M Mwelche durch ihren Schein einen Regm-Htznu«der Wand vorstellen, damit der Äcge»beg>nsmro in 11 dadurch ersetzet werde, welchen Ninniisehr schönen Farben in den geheimsten &#len wiederum antreffen. Es mangelt abernicht an dreyeckichrcn Crystallen, welche Wmein Airchthürmgelt gcnennet werden, ^in dieser Gestalt aufgerichtet, odcr mc^durch einander liegend, zu sehen sind, dctkiui'nige groß und mittelmäßig, einigesind, so daß mercatus eine Art Meid«-sen, in Betrachtung der alleczartesrenCchM
benennet hat. Aus dieser Classe drch'M-Crystallen sind einige an den Spitze» l°lS-men gedruckt, und werden, dieser Gestal tber, Zrveckendruscn gcnennet,nur anscheinend sind, und nach und»»Flache abfallen. Auf diese Art