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Johann Jacob Woyts ... Gazophylacium medico-physicum, oder Schatz-Kammer medicinisch- und natürlicher Dinge ... / Johann Jacob Woyt ; mit Fleiss übersehen, verbessert und vermehret von Johann Ernst Hebenstreit
Entstehung
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1419-1420
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Eisenblüte zu nennen pfleget, da er doch nichtsEisenartiges in sich hat, sondern nur von denfallenden Wassern, aus spatigten und Kalck-artigen Gesteine abgelecket, und den Gangen,Klüften, und Firsten, an den Wanden, ohneAbsicht auf Eisen oder anderer Ertzte angchan-dek worden. Aber der Corallenstcine, welcheoft sehr weit von der See abgelegen, gegrabenwerden, Derwandschaft mit den Corallcn selbst,ist so klar, daß man die steinerne Corallmas-sen, der Sache selbst genau vergleichen, selbi-ge auf eine, den Corallerfgewöhnliche Art ein-theilen, uird gleichlautende Rahmen dencnsclbenbeylegen kann.

Wenn demnach jemand durch des grossenFoßilienreichö unendliche Felder reisen will,wird er nicht anders, als in Begleitung ange-gebener Erkenntnißmiktcl, sicher fortkommenkönnen, damit er nicht durch eingebildete Aehn-lichkeiten verführet werde. Nicht aber alleinzum Behuf des Gedächtnisses, sondern auchzur Vorschrift guter Ordnungen, nach welchenein vernünftiger Mann seinen Verrath zu er-messen schuldig ist, bedienet sich sothaner Be-trachtungen ein Wahrheit liebender Raturkün-diger, sowohl in der Absicht den Gehalt derStufen zu erforschen, als auch um gute Ord-nung, und eine beständige Lehrart, ausfündigzu machen.

So deutlich aber immer diese Erkenntniß-mittel seyn mögen, so beschweret finden sichgleichwohl diejenigen, welche von allen Aus-nahmen befreyete Grundsätze suchen, und je-dem Ertzt nur eine gewisse Classe zueignen wol-len: Denn, sowohl die reichen, als die unhalt-baren Ertzte und Steine, sind insgemein ge-mischet, zweydeutig, und lassen sich nicht gernein eine angewiesene Ordnung bringen, Massensie an verschiedenen Vergärten Theil nehmen,und zu einer strengen Lehrart ungeschickt undwiderspenstig sind. Man ist ungewiß, wohindas Quecksilber hinzubringen sey, ob es bey

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den Metallen stehen könne, und ob es Mvielmehr dem Zinnober und Quickertzt,seinen Ursprung schuldig ist, «dieSch.,setzen sey. Es erreget sich oft ein Zweifel,idie gäldifchen rothen Ertzte, die man tynrothgüldisch nennet, nicht vielmehr frwk,stufen genennek werden möchten, massm eS Un-gleichen Zinnobcrfarbene Goldstuftn M.Man weiß oft nicht, wohin man Afeis'Silberertzte eigentlich bringen soll: Zn sch»rechnen wir gerne den zu etliche» rothen ichhaltigen Bleyglantz: Der Cobalt, welch» »,ter allen Vergärten die gröste Schwierigkeit^Ranges halber macht, den man ihm Kwill, verdienet oft, wenn er von seiner kch-grauen Farbe ins Schwartze fällt, einenunter den Silbcrcrtzten z Und diese Tergmhidergestalt gemischet, daß man oft mit ft#ben, den an seiner rothschielendcnFarkk«-lichen Wißmuth, als des Cobalts g»sten Gefehrten, sowohl auch den KichÄzu betrachten findet, dergestalt, daß matt eilsich genökhiget siehet, diesen Cobalt unser titGiftkiesse zu rechnen, welcher anf e«"dern Seite betrachtet, zu den Blaust!»cvbalten gehöret, dannenhcro Bergms»dige, nicht allein der Sache, sondern«^des Rahmens halber, nicht einerley Ä'nung haben. Zu Freyberg ander^r-brücke, wird dasjenige Cobalt genannt, wauf dem Fuge Kicß heisst, und washier Mißpickel nennet, wird nicht weit WGiftkieß benähmet, so, wie etwa» cbciijiiMberg, wenn man dort von schwach unEErtzt redet, hier von fahl und weißM^Srtzt gesprochen wird. Die sauren und r«lichen Erdsäfte kommen oft auf einedcrnswürdige Art in einer Stufe WEHerr Henckel, in einer zu denen Antmrgen Deutscher Gelehrten gegebenen m»lehret uns, daß oft Allaun, Vitriol, v" ^stein, in einer Stufe gefunden tw 1 ?»/ ^